gamescom 2016 begrüßt Türkei als Partnerland

Wie heute auf den Kristal Piksel Turkish Video Game Awards 2015 in Istanbul bekannt gegeben wurde, ist die Türkei das Partnerland der gamescom 2016. Der Veranstalter Koelnmesse GmbH und der konzeptionelle und ideelle Träger BIU – Bundesverband Interaktive Unterhaltungssoftware unterzeichneten den Vertrag für die Partnerschaft mit der Turkish Game Developers Association (TOGED) und ODTU Teknokent. Nachdem in den vergangenen Jahren Frankreich, die Nordischen Länder und das Vereinigte Königreich (UK) in den Fokus des weltweit größten Messe- und Eventhighlights für digitale Spiele rückten, setzen die Veranstalter nun auf den eurasischen Raum. Als Partnerland der gamescom präsentiert sich damit die Türkei vom 17. bis 21. August 2016 auf dem weltweit größten Messe- und Eventhighlight für Computer- und Videospiele in Köln.

„Die Türkei bietet mit ihrer wachsenden Gaming-Kultur und der sehr jungen Bevölkerungsstruktur für die Gaming-Industrie einen attraktiven Markt mit Zukunftsperspektive. Durch die Partnerschaft können wir unseren Ausstellern neue Wege auf diesem noch jungen Markt eröffnen. Wir freuen uns, dass wir die Türkei als Partnerland der gamescom 2016 gewinnen konnten“, so Katharina C. Hamma, Geschäftsführerin der Koelnmesse.

„Der türkische Markt für Computer- und Videospiele hat sich in den vergangenen Jahren sehr positiv entwickelt und wächst besonders stark in den Bereichen der Online-Spiele und der mobilen Spiele. Eine noch junge, aber gut organisierte nationale Entwicklerszene unterstreicht diesen Trend. Es freut uns sehr, mit der Türkei als Partnerland einen der dynamischsten Spiele-Märkte dem internationalen Publikum auf der gamescom 2016 präsentieren zu können“, erklärt Dr. Maximilian Schenk, Geschäftsführer des BIU.

„Der türkische Markt bietet ein enormes Entwicklungs- und Wachstumspotenzial. 2015 hat die türkische Entwickler-Industrie ihre Größe verdoppelt und dank der großen Unterstützung der türkischen Regierung gehen wir davon aus, dass wir diese erfolgreiche Entwicklung auch 2016 fortsetzen können. Partnerland der gamescom zu sein ist für uns ein wichtiger Schritt unsere Bekanntheit auch auf internationaler Ebene auszubauen. Daher freuen wir uns sehr auf die bevorstehende Kooperation und Zusammenarbeit“, bestätigt Ali Erkin, Vorsitzender der TOGED.

Die TOGED wurde 2014 von führenden türkischen Spieleentwicklungsstudios gegründet und ist somit ein noch relativ junger Verband. Die türkische Regierung hat dem Verband, der zunächst unter dem Namen DOGED auftrat, die offizielle Genehmigung erteilt, den Landesnamen der Türkei in seiner Bezeichnung zu führen und die Branche des Landes zu vertreten. Ziel des Verbands ist die Verbesserung der Situation der Gamesbranche und der Spieleentwicklung in der Türkei in technischer, sozialer und wirtschaftlicher Hinsicht.

Als erster und modernster Technologiepark der Türkei hat ODTU TEKNOKENT es sich zum Ziel gesetzt, den in den für die internationale Wettbewerbsfähigkeit des Landes wichtigen Bereichen Technologieentwicklung und -produktion tätigen Forschern und Unternehmen eine innovative Infra- und Suprastruktur zur Verfügung zu stellen. Im ODTU TEKNOKENT-Technologiepark sind mehr als 320 Unternehmen angesiedelt, die über 5.000 Mitarbeiter beschäftigen. Dem Bereich Forschung und Entwicklung ist eine Fläche von insgesamt 125.000 Quadratmetern vorbehalten.

DOGED und ODTÜ TEKNOKENT waren neben weiteren türkischen Unternehmen wie setimedia und Taleworlds Entertaiment auf der gamescom 2015 vertreten.

2016 findet die gamescom vom 17. bis 21.August in Köln statt.

Informationen zur gamescom
Die gamescom ist das weltweit größte Event für interaktive Unterhaltung. 2015 präsentierten mehr als 800 Aussteller ihre Neuheiten. Rund 345.000 Besucher nutzten die gamescom 2015 als Informations- und Businessplattform. Mit der business area, der entertainment area, den Entwicklerkonferenzen GDC Europe sowie dem gamescom congress und dem gamescom city festival ist die gamescom weit mehr als eine Fach- und Publikumsmesse. gamescom, das heißt die gesamte Welt der Spiele an einem Ort, mit emotionalen Präsentationen, aufwendigen Show-Einlagen und spannenden eSport-Turnieren. Die gamescom ist mit zahlreichen Fachveranstaltungen und Diskussionen zudem der internationale Meeting-Hotspot für die gesamte Computer- und Videospielbranche.

Informationen zum BIU:
Der BIU – Bundesverband Interaktive Unterhaltungssoftware e. V. ist der Verband der deutschen Computer- und Videospielindustrie. Der Verband repräsentiert mit seinen 19 Mitgliedern über 85 Prozent des Marktes für Computer- und Videospiele in Deutschland und ist beispielsweise Träger der gamescom. Als kompetenter Ansprechpartner für Medien sowie politische und gesellschaftliche Institutionen beantwortet der BIU alle Fragen rund um das Thema Computer- und Videospiele.

Informationen zur Koelnmesse:
Die Koelnmesse führt seit 90 Jahren Menschen und Märkte zusammen. 1924 startete die Erfolgsgeschichte der Kölner Messen mit der Eröffnung der ersten Veranstaltung auf dem Köln-Deutzer Gelände. Im Wirtschaftswunder der Nachkriegszeit stieg die „Rheinische Messe“ zum Welthandelsplatz auf. Heute verfügt die Koelnmesse über das fünftgrößte Messegelände der Welt und organisiert rund 75 Messen in Köln und weltweit. Seit 2009 ist sie Veranstalter der gamescom. Im Jubiläumsjahr 2014 trägt die Koelnmesse ihre Geschichte mit zahlreichen Aktionen, mit Publikationen und Ausstellungen in die Öffentlichkeit.

Quelle und weitere Informationen unter  www.gamescom.de

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Fog Computing

Der kleine Bruder der Wolke: Fog Computing bringt das Internet der Dinge auf Trab

cb_logo_colDie Wolke war gestern, aktueller Trend ist der Nebel. Ganz ernsthaft: Durch das Internet der Dinge – kurz IoT, für Internet of Things – mehren sich die Anwendungsfälle für Rechenleistung, die an den Randbereichen des Netzwerks am sinnvollsten zum Einsatz kommt. Was früher als Edge Computing bezeichnet wurde, heißt heute Fog Computing und wird vom 14. bis 18. März 2016 auf der CeBIT in Hannover diskutiert werden. Dort konzentrieren sich gleich zwei Hallen – 12 und 13 – auf die neuen Aspekte der Cloud-Technologie und ihre Ableger.

50 Milliarden Geräte sollen laut einer Cisco Studie im Jahr 2020 mit dem Internet verbunden sein, vom hallengroßen computergesteuerten Gärtank einer Großbäckerei bis zur quasi-intelligenten Türklinke. Alle diese Geräte erzeugen Daten und werden in naher Zukunft den Menschen als größten Datenproduzenten ablösen. Für viele dieser Daten ist die Cloud der richtige Partner. Weil viele IoT-Geräte klein sind, mit wenig Strom auskommen müssen und sehr eng definierte Funktionen haben, benötigen sie sozusagen einen großen Bruder, der ihnen „richtige“ Rechenleistung zur Verfügung stellt. Das erledigt die Cloud perfekt. Doch wenn Informationen nur lokal und für kurze Zeit gebraucht werden, sieht die Situation anders aus. Solche Daten müssen schnell und am besten vor Ort verarbeitet werden. Eine Speicherung der Daten ist nicht nötig.

In so einem Fall bietet Fog Computing die richtige Lösung. Die Technik, früher auch als Edge Computing bezeichnet, verarbeitet Daten nicht zentral, sondern an den Rändern des Netzwerkes. Weil die Rechenleistung und der Strombedarf von Prozessoren in den letzten Jahren extrem verbessert wurden, sind heute sehr kleine Computer in der Lage, komplexe Berechnungen durchzuführen. Ein Beispiel für einen mögliches Fog-Computing-Szenario ist die zukünftige Car-2-Car Kommunikation bei Notfällen. Wenn ein Fahrzeug auf der Autobahn eine Notbremsung einleitet, sollten andere Fahrzeuge im Umkreis einiger Hundert Meter darüber informiert werden, um Auffahrunfälle zu vermeiden. Die Beschleunigungsdaten erst durch die Cloud zu einem Rechenzentrum zu schicken, dann alle relevanten Fahrzeuge zu bestimmen und die Informationen an diese zurückzugeben ist zu aufwändig. Hier muss die Datenverarbeitung mit den entsprechenden Konsequenzen – der Benachrichtigung benachbarter Fahrzeuge – durch lokale Rechenleistung erfolgen.

Unabhängig von tatsächlichen Einsatzfällen kann man sich Fog Computing wie eine zusätzliche virtualisierte Schicht zwischen Datenerzeuger und Cloud vorstellen. Es ist eine lokale Entscheidungs- und Verarbeitungsebene, die nachgeordnete Instanzen entlastet. Diese Schicht bereitet Daten nach vorgegebenen Regeln auf und verbessert dadurch die Antwortzeiten, reduziert den Bandbreitenbedarf für eventuell nötige Cloud-Verbindungen und verringert die benötigte Speicherkapazität im Rechenzentrum.

Wie Rechenzentren mit diesen neuen Herausforderungen umgehen können und welche Evolutionsstufen die Cloud-Technologie schon heute in Rekordzeit durchläuft, zeigen auf der CeBIT 2016 gleich mehrere Fachschwerpunkte. So vereinen DatacenterDynamics und CeBIT erneut ihre Kompetenzen in Halle 12. Besucher finden dort internationale Hersteller, Dienstleister, Planer, Betreiber und Lieferanten für die IT-Infrastruktur sowie ein hochkarätiges, kostenfreies Konferenzprogramm. Außerdem ist die Halle 13 erste Adresse für das Internet der Dinge. Mit den benachbarten Themenclustern Communication & Networks und IoT SOLUTIONS bietet diese Halle eine einzigartige Plattform mit großem Synergiepotenzial.

Über die CeBIT

cb_logo_colDie CeBIT in Hannover ist die weltweit wichtigste Veranstaltung für Digitalisierung. Im Rahmen einer einzigartigen Verzahnung von Messe und Kongress präsentieren die beteiligten Weltkonzerne, Mittelständler und Start-ups die relevanten Themen der IT-Wirtschaft und Digitalisierung, wie etwa Big Data and Analytics, Cloud-Anwendungen, Mobile, Social Business, IT-Sicherheit oder Internet of Things. Die CeBIT Global Conferences liefern in Keynotes und Foren den Überblick über die wichtigsten Trends und Themen der digitalen Welt. Weitere Informationen unter www.cebit.de