Die CeBIT-Highlights aus dem „Forschungslabor“ in Halle 6

Wohin führt uns der digitale Wandel? Woran tüfteln die Wissenschaftler führender Forschungsinstitute? Die CeBIT gewährt vom 14. bis 18. März einen Blick hinter die Kulissen der Labore und zeigt, was heute technisch machbar ist und morgen Realität sein kann. Die Bandbreite der Exponate in Halle 6 reicht vom Touchdisplay mit 3D-Inhalten über mobile Konstruktionsroboter bis zum sicheren Schlüssel für die Cloud.

CeBIT 2016

Hannover. Wer mit eigenen Augen sehen möchte, wie sich ein gewöhnliches Touchdisplay mit 3D-Inhalten erweitern lässt, sollte auf der CeBIT den Fraunhofer-Gemeinschaftsstand ansteuern (Halle 6, B36). Ein kleines, pyramidenförmiges Accessoire namens JUWL befreit Multimedia-Inhalte aus der Zweidimensionalität eines gewöhnlichen Bildschirms und macht sie holographisch erfahrbar. Dank der flexiblen Softwarearchitektur soll sich das Exponat von Fraunhofer IAO (Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation) für zahlreiche Anwendungen eignen – zum Beispiel als interaktive Ergänzung bei Ausstellungen.

Smarte Fabrikation im Lego-Look und Deep Learning mit dem größten Bilderschatz der Welt

Wie künftig die Produktion in einer smarten Fabrik aussehen kann, demonstriert das Deutsche Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI; Halle 6, B48). In einem innovativen Szenario zeigt der Lego-Showcase den Einsatz von Methoden des Geschäftsprozessmanagements im Kontext von Industrie 4.0. Zunächst wird ein flexibler Prozess für die Fertigung von Traktoren in mehr als 30 Varianten geplant. Davon ausgehend erfolgt die vollautomatisierte Steuerung und Überwachung der tatsächlichen Produktion in einem cyberphysischen System. Unter Berücksichtigung menschlicher Arbeitsschritte wird der Fertigungsprozess in Echtzeit am Modell visualisiert und analysiert, um unmittelbar auf eventuell auftretende Fehler reagieren zu können. Ein weiteres DFKI-Projekt beschäftigt sich mit Deep Learning. Ein neuer Aspekt des Maschinellen Lernens ist das Erkennen von Empfindungen aus Bildern. Diese Fähigkeit wird auf der CeBIT mit dem derzeit größten Bilddatensatz der Wissenschaft demonstriert, dem Yahoo Flickr Creative Commons 100 Million (YFCC100m), und ermöglicht eindrucksvolle Anwendungen für Industrie, Medien und Gesellschaft.

Innovative Recherche-Tools für die Medien, intelligente Roboter auf der Baustelle und Smartphone-Steuerung wie von Geisterhand

Um Journalismus in Zeiten von Big Data geht es im Forschungsprojekt News-Stream, das vom Fraunhofer IAIS (Institut für Intelligente Analyse- und Informationssysteme) am Stand des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) vorgestellt wird (Halle 6, A34). Mit wenigen Klicks können sich Journalisten Tausende von Inhalten aus Videoplattformen, RSS-Feeds, Medienarchiven oder sozialen Medien auf den Bildschirm holen, vergleichen und automatisiert auswerten lassen.

„Was bewegt die Welt?“, fragen auch die Initiatoren des Projekts DataTwiSt. Die innovative Software aus dem Institut für Informatik der Universität Osnabrück wertet die Nachrichtenströme von Twitter aus und ermöglicht es damit Politikern und Unternehmern, sich einen Eindruck über das aktuelle Meinungsbild in der Bevölkerung zu bestimmten Themen zu verschaffen. Die Ausgabe der Ergebnisse erfolgt in ansprechenden Grafiken (Halle 6, A18).

Roboter sind im Kommen. Dass der Einsatz digitaler Technologien bei der Konstruktion von Gebäuden völlig neue Ansätze ermöglicht, zeigt die ETH Zürich aus dem CeBIT-Partnerland Schweiz mit ihrem „In situ Fabricator“ (Halle 6, D30). Das mobile Robotersystem transferiert die Leistungsfähigkeit und Flexibilität einer digitalen Fabrikation direkt auf die Baustelle. Auch den CeBIT-Stand der Hochschule hat der „In situ Fabricator“ konstruiert.

Geräte steuern ohne Tippen: Das Karlsruher Institut für Technologie (KIT) macht diesen Traum wahr. Mit der Software Kinemic lassen sich PCs, Smartphones und Datenbrillen freihändig steuern – durch simple Gesten oder das einfache Schreiben der Wörter in die Luft. Dabei werden die Hand- oder Armbewegungen von einem Sensorarmband oder einer Smartwatch erfasst und automatisch in Kommandos und Texte übersetzt. (Halle 6 , A30).

Drohnen als Umwelthelfer, Ladestrom aus der Crowd und Experteneinblicke in die Zukunft des Internets

Mit der Konstruktion unbemannter Luftfahrzeuge beschäftigt sich die Technische Hochschule Wildau. Auf der CeBIT zeigen die Forscher ihr Konzept für eine Drohne, die mit modernster Technik zur Partikel- und Schadstoffmessung ausgestattet ist, um Einsätze unter extremen Umweltbedingungen zu fliegen. In einem weiteren Projekt wird ein Fluggerät für die Landwirtschaft entwickelt, das große Ackerflächen überwachen kann.

Ein Problem für die Besitzer von Elektroautos ist die geringe Zahl an Ladesäulen. Abhilfe schaffen will das Projekt CrowdStrom, das auf der CeBIT am Gemeinschaftsstand der Hochschulen NRW vertreten ist (Halle 6, C30/D29). CrowdStrom entwickelt Technologien und Geschäftsmodelle, damit private Elektromobilisten ihre Steckdose in der Garage während ihrer Abwesenheit öffentlich zugänglich machen können.

Seit Jahren nehmen die Berichte über Cyberangriffe auf Regierungseinrichtungen, Banken und Krankenhäuser zu. Wie können solche Attacken vermieden werden, und welche neuen Gefahren entstehen durch das Internet der Dinge oder durch Connected Cars? Diese Fragen werden auf der CeBIT vom Horst Görtz Institut für IT-Sicherheit an der Ruhr-Universität Bochum beantwortet. (Halle 6, D29). Täglich präsentieren Wissenschaftler des Instituts aktuelle Forschungsergebnisse, beispielsweise zu neuartigen Strategien für die Passwortvergabe oder zur Entwicklung effizienter Verschlüsselungsverfahren.

Interaktiver Ampelaufsatz, App für Klettersportler und ein sicherer Schlüssel für die Cloud

Im Rennen um den prestigeträchtigen CeBIT Innovation Award 2016 haben sich drei junge Forscherteams für das Finale qualifiziert. Die Preisträger werden im März in Hannover ausgezeichnet und stellen am Stand des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (Halle 6, A34) ihre Projekte vor. ActiWait von der Urban Invention GbR ist ein interaktiver Aufsatz für einen Signalanforderungstaster an Fußgängerampeln, der nicht nur die Verkehrssicherheit erhöht, sondern auch als WLAN-Hot-Spot genutzt werden kann. Mit climbtrack vom Deutschen Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz können Klettersportler mit geringem Aufwand ihren Trainingsfortschritt analysieren und dokumentieren. Darüber hinaus ermöglichen Augmented-Reality-Lösungen eine spontane Definition von Kletterrouten. Der von zwei Bonner Informatikstudenten entwickelte Cryptomator ist die erste zuverlässige, clientseitige Open-Source-Verschlüsselung für den Cloud-Speicher, die plattformunabhängig einsetzbar ist und sich auch für technisch weniger erfahrene Nutzer eignet.

Weitere wegweisende Exponate in Halle 6 reichen vom vernetzten Klinikmonitor mit Gestensteuerung über einen aufregenden Virtual Reality-Trip bis zur smarten Gürtelschnalle, die vor übereilten Einkäufen warnt.

Hannover. Auf der Intensivstation einer Klinik zählt jede Sekunde. Ärzte und Pfleger müssen in Notfällen rasch die richtigen Entscheidungen treffen. Forscher von Fraunhofer HHI (Heinrich-Hertz-Institut) haben einen intelligenten Monitor entwickelt, der die Abläufe in sensiblen Krankenhausbereichen optimiert. Der Bildschirm zeigt übersichtlich die Daten aller angeschlossenen medizinischen Geräte und lässt sich berührungslos mit Gesten und Sprachbefehlen steuern. Damit sinkt auch die Gefahr einer Übertragung von Krankheitserregern.

Automatisierte Kundenakquise, Logistik mit Zukunft, Serviceplattform für den 3D-Druck und Micro-Jobs per Smartphone-App

Ein automatisiertes Software-Tool, das Vertriebsmitarbeiter an potenzielle Kunden heranführt, haben die Wissenschaftler des Hasso-Plattner-Instituts entwickelt (Halle 6, D18). Das HPI-System identifiziert potenzielle Geschäftskunden anhand ihrer Beiträge in sozialen Netzwerken oder Foren. Die Social Media Suite sucht selbstständig nach verkaufsrelevanten Beiträgen und ordnet sie potenziellen Interessenten und Produkten zu. Außerdem zeigt das HPI auf der CeBIT eine neue Lösung für die Verschlüsselung von Funksignalen im Internet der Dinge.

Mit der Cloud-Lösung Flutaro möchte die Universität Potsdam auf dem Innovationsmarkt Berlin Brandenburg (Halle 6, C26) die Prozesse in der Logistik automatisieren. Wenn sich die Tourenplanung einfach und kontinuierlich an neue Ereignisse anpasst, lassen sich Leerkilometer verringern, Kosten sparen und Ressourcen schonen. Zusätzlich ermöglicht die Plattform die Vernetzung verschiedener Logistikunternehmen.

Wie aus einer Datei in Echtzeit ein preiswertes 3D-Modell entstehen kann, zeigen die Technische Universität Berlin und das Unternehmen 3YOURMIND (Halle 6, C26). Der Nutzer lädt seine 3D-Daten auf eine Plattform, auf der sie für die Verarbeitung optimiert werden. Parallel prüft das System die Preise verschiedener Druckanbieter im Internet, damit der Nutzer das günstigste Angebot wählen kann. Ein weiteres zukunftsträchtiges Projekt entstand in Zusammenarbeit mit den Telekom Innovation Laboratories: Crowdee soll die wachsende Nachfrage von Produktentwicklern und Marketingstrategen nach schnellem Kunden-Feedback befriedigen. Die Vermittlungsplattform vergibt im Auftrag von Unternehmen Micro-Jobs, Umfragen und User-Tests per App und analysiert die Ergebnisse mit Big-Data-Technologien.

Telematik für die E-Mobility, Schutzhelm mit Datenbrille, Erlebnisreise per Virtual Reality und die Zukunft des Mobilfunks

Unter dem Motto „Forschung für die Zukunft“ treten wissenschaftliche Einrichtungen aus Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen gemeinsam auf der Messe an (Halle 6, B24/A17). So hat die Friedrich-Schiller-Universität Jena ein Konzept für den Nutzverkehr mit Elektrofahrzeugen entwickelt. Die eTelematik-Lösung besteht aus einer Kommunikationshardware, die fahrzeugspezifische Betriebsdaten bereitstellt, einer mobilen Anwendung, die den Fahrer über anstehende Aufgaben informiert und einer Systemeinheit, die Betriebsdaten protokolliert, Abläufe definiert und Reichweitenprognosen bereitstellt. Darüber hinaus bietet die Hochschule die Möglichkeit, mit einer 3D-Brille aus der Ich-Perspektive an einem Rettungseinsatz teilzunehmen oder sich mit einem realen, elektrisch betriebenen MultiCar durch die 3D-Projektion einer Stadt zu bewegen.

Einen Schutzhelm mit integrierter Datenbrille stellt die Fakultät Elektrotechnik der Westsächsischen Hochschule Zwickau vor. Der in Zusammenarbeit mit GESIS (Gesellschaft für Informationssysteme) entwickelte Prototyp soll dabei helfen, innovative Technologien in der Stahlindustrie zu etablieren. Die Augmented-Reality-Technik bietet die Möglichkeit, im Arbeitsalltag wertvolle Zusatzinformationen ins Sichtfeld des Mitarbeiters einzublenden oder vor Gefahren zu warnen.

Mit einer Virtual Reality Experience (VRX) möchte die Leipziger Hochschule für Technik, Wirtschaft und Kultur Produkte und Visionen erlebbar machen. Die Software ermöglicht die realitätsnahe Darstellung von Architekturen und Produkten in Echtzeit. Der Nutzer kann in die virtuelle Umgebung eintauchen und deren Inhalte hautnah erleben.

Seltene Einblicke in die fünfte Mobilfunkgeneration (5G), die 2020 eingeführt werden soll, gewährt die Technische Universität Dresden. Damit verbunden ist die Einführung des taktilen Internet, das mit Verzögerungszeiten im Millisekunden-Bereich und einer drastischen Steigerung des Datendurchsatzes ganz neue Anwendungen möglich macht – zum Beispiel für Connected Cars. Eine ganzheitliche Sicht auf den kommenden Mobilfunkstandard ist das Konzept des 5G Lab Germany, das unter anderem von der Deutschen Telekom, Ericsson, National Instruments, NEC, Nokia, Rohde & Schwarz sowie Vodafone unterstützt wird.

Sicherheitskit für Blutspendezentralen, auf Tuchfühlung mit dem Ingenieursnachwuchs und ein Gürtel, der vor übermäßigem Konsum warnt

Weltpremiere auf der CeBIT feiert das BioShare-Spenderkit von Twinsoft (Halle 6/C30): Diese Software soll die Arbeit in Blut- und Plasma-Spendezentralen erleichtern und sicherer machen. Zu den Vorzügen des Konzepts zählt neben einem papierlosen Registrierungsprozess und dem einfachen Reporting eine höchstmögliche Sicherheit während des Spendevorgangs, da das Programm auf Mobilgeräten mit Handvenenerkennung läuft und dadurch jeder Spender immer eindeutig identifizierbar bleibt.

Dass die IT-Branche nach talentiertem Nachwuchs sucht, dürfte bekannt sein. Neu ist die Fülle an Aktionen, die der VDI in seinem Jet-Café (Halle 6, A52) veranstaltet, um junge Leute für technische Berufe zu begeistern. Hier kommen niedersächsische Schüler mit Studierenden und IT-Profis in Kontakt. Die Jugendlichen können Reportagen über aktuelle Themen auf der CeBIT produzieren, die im Rundfunk bei Leinehertz 106,5 oder dem Bürgersender h1 ausgestrahlt werden (Projektpartner: Multi Media Berufsbildende Schulen, Hannover). Darüber hinaus erfahren sie, wie man einen 3D-Drucker entwickelt und was sich damit anfertigen lässt (Projektpartner: VDI Zukunftspiloten, KGS-Barsinghausen; Institut für Mehrphasenprozesse, Leibniz Universität Hannover).

Zum Abschluss ein originelles Exponat aus dem Wearable-Bereich, das die Fakultät Ingenieurswissenschaften und Informatik der Hochschule Osnabrück auf der Messe vorstellt. Die smarte Gürtelschnalle POB gibt ihrer Trägerin bei jedem Einkauf mit Kreditkarte oder Smartphone ein fühlbares Feedback. Wird eine Summe fällig, die das zuvor definierte Budget überschreitet, schnallt sich der Gürtel ein kleines Stück enger.

Über die CeBIT

CeBIT 2016

Die CeBIT in Hannover ist die weltweit wichtigste Veranstaltung für die Digitalisierung. Im Rahmen einer einzigartigen Verzahnung von Messe und Kongress präsentieren die beteiligten Weltkonzerne, Mittelständler und Startups die relevanten Themen der IT-Wirtschaft und Digitalisierung wie etwa Big Data and Analytics, Cloud-Anwendungen, Mobile, Social Business, IT-Sicherheit oder Internet of Things. Mehr als 200 Sprecher liefern bei den CeBIT Global Conferences in Keynotes und Foren den Überblick über die wichtigsten Trends und Themen der digitalen Welt. Partnerland 2016 ist die Schweiz.

Quelle und weitere Informationen über die CeBIT unter  www.cebit.de

Messegelände Hannover
Hermesallee
30521 Hannover

photokina 2016: Imaging unlimited – Neues Konzept, neue Kampagne

Köln: Gut acht Monate vor der photokina, der internationalen Leitmesse für die gesamte Foto-, Video- und Imagingbranche, präsentieren die Veranstalter ein neues Konzept sowie eine neue Kampagne für die Messe. Unter dem Claim ‚Imaging unlimited‘ soll sich die photokina weiter zu einem Content- und lösungsorientierten Event entwickeln. „Die photokina steht für die unbegrenzten Möglichkeiten des Imaging. Durch Smartphones und Tablets ergeben sich neue, bildbegeisterte Zielgruppen, die wir mit dem Konzept erreichen wollen“, so Katharina C. Hamma, Geschäftsführerin der Koelnmesse GmbH. „Das Konzept schöpft das gesamte Potenzial der Imaging-Branche aus und bietet im sich wandelnden Imaging-Umfeld Chancen für ein nachhaltiges Wachstum.“ Der Photoindustrie-Verband e.V., Mitveranstalter der photokina, zeigt sich ebenso überzeugt. „Mit der Neuausrichtung und ihrer Fokussierung auf Zukunftsthemen und strategische Wachstumsfelder der Branche, haben wir die Weichen für den Ausbau und die Stärkung der photokina als internationale Leitmesse gestellt“, so Christian Müller-Rieker, Geschäftsführer des Verbandes. Sichtbar wird das Konzept zunächst durch die neue Werbe-Kampagne, die durch einen frischen, dynamischen Auftritt überzeugt. Die Farbwelt und das Key Visual bringen dies bildstark zum Ausdruck. Der neue Auftritt ist bereits online unter www.photokina.de zu sehen. Flankiert wird der neue Werbeauftritt durch PR-Maßnahmen, Social-Media-Aktionen und Events, die bereits vor der Messe aufmerksamkeitsstark in der Stadt Köln präsentiert werden.

Das neue Key Visual der photokina:

Keyvisual photokina 2016

Keyvisual photokina 2016

Fotografiert und gefilmt wird heute immer und überall. Jeder der ein Smartphone, ein Tablet oder natürlich auch eine Kamera besitzt, kann seine Welt unbegrenzt in außergewöhnlichen und spannenden Bildern festhalten. Mit ‚Imaging unlimited‘ und dem neuen Key Visual bringt die photokina genau das zum Ausdruck. Die Farbwelt in Rot und Cyan gibt der Veranstaltung einen dynamischen, frischen Auftritt. Die beiden Farben stehen im Kontrast zu einander und erzeugen durch ihre Gegensätzlichkeit höchste Leuchtkraft und Farbwirkung. Das Spannungsfeld unterstreicht das Grenzenlose des Claims „Imaging unlimited“. Die Kampagne und der Claim wurden von der Kölner Agentur Webguerillas entwickelt und umgesetzt.

Um das neue Konzept der photokina in die breite Öffentlichkeit zu tragen und die Messe stärker erlebbar zu machen, sind Events in der Stadt und auf der photokina sowie neue Themen geplant. Bei Live Performances, in der Copter World oder der Action Hall haben die Besucher die Möglichkeit, selbst Teil von „Imaging unlimited“ zu werden und neue Kamera-, Film- und Fototechniken auszuprobieren. Das Thema Bewegtbild rückt im Rahmen eines Kurzfilmfestivals und durch Kooperationen mit Influencern aus der Branche, wie zum Beispiel den aus YouTube bekannten AlexiBexi, in den Fokus. Die Stadt Köln wird die Messe darüber hinaus mit einem photokina Festival in Form von Fotoaktionen, Workshops und Großprojektionen feiern.

Über photokina: photokina ist die internationale Leitmesse für die gesamte Foto-/Video- und Imagingbranche. Sie ist die einzige Veranstaltung, die übergreifend sämtliche Bildmedien, Imaging Technologien und Märkte abbildet – für Consumer und Professionals gleichermaßen.

Koelnmesse GmbH
Die Koelnmesse führt seit 90 Jahren Menschen und Märkte zusammen. 1924 startete die Erfolgsgeschichte der Kölner Messen mit der Eröffnung der ersten Veranstaltung auf dem Köln-Deutzer Gelände. Im Wirtschaftswunder der Nachkriegszeit stieg die “Rheinische Messe” zum Welthandelsplatz auf. Heute verfügt die Koelnmesse über das fünftgrößte Messegelände der Welt und organisiert rund 75 Messen in Köln und weltweit. Im Jubiläumsjahr 2014 trug die Koelnmesse ihre Geschichte mit zahlreichen Aktionen, mit Publikationen und Ausstellungen in die Öffentlichkeit.

Quelle und weitere Informationen über die photokina finden Sie unter www.photokina.de.

Überlauf der Diemeltalsperre im Februar 2016

Der Diemelsee, auch Diemelstausee genannt, ist eine Talsperre mit 1,65 km² Wasseroberfläche und etwa 19,9 Mio. m³ Speicherraum an der Diemel. Er liegt größtenteils im Gebiet der Gemeinde Diemelsee im hessischen Landkreis Waldeck-Frankenberg und mit Kleinteilen im Stadtgebiet von Marsberg im nordrhein-westfälischen Hochsauerlandkreis (Deutschland).

Die aus Stausee, Staumauer, Wasserkraftwerk und Ausgleichsbecken bestehende Stauanlage Diemeltalsperre (DiT) ist im Eigentum der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes; zuständig ist das Wasser- und Schifffahrtsamt Hann. Münden. Der Diemelsee gehört neben dem Edersee zu den wasserregulierenden Stauanlagen im Einzugsgebiet der Weser.

Lage

Der Diemelsee liegt in den Nordostausläufern des Rothaargebirges, dem Nordostteil des Rheinischen Schiefergebirges; wenige Kilometer südwestlich befindet sich das Upland. Er breitet sich überwiegend im nordhessischen Landkreis Waldeck-Frankenberg aus; sein kleiner Nordteil und auch seine Staumauer gehören zum westfälischen Hochsauerlandkreis.

Der Stausee liegt im Naturpark Diemelsee zwischen den Kernorten von Willingen (12 km südwestlich; Nordhessen) und Marsberg (13 km nordöstlich; Westfalen) in den Gebieten der Gemeinde Diemelsee und der Stadt Marsberg an der Diemel und deren Zufluss Itter. Seine Staumauer steht etwa 500 m südlich des Dorfs Helminghausen (zu Marsberg). Einziges Uferdorf ist Heringhausen (zu Diemelsee) im Osten. Neben Marsberg sind die nächst größeren Städte Korbach (Kernstadt 15 km südöstlich; Nordhessen) und Brilon (Kernstadt 11 km westnordwestlich; Westfalen), deren Kernstädte sich beide außerhalb vom Einzugsgebiet des Stausees befinden.

Der Diemelsee liegt in bewaldeter Mittelgebirgslandschaft, deren höchster direkt am Stausee gelegener Berg das Köpfchen (610,4 m ü. NHN; westlich des Itterarms) ist. Unmittelbar ostsüdöstlich der Staumauer erhebt sich der Eisenberg (594,6 m) und wenige Kilometer südlich des Stauraums der Koppen (715,1 m).

Der Stausee dient mit seiner Staumauer der Wasserstandsregelung der Bundeswasserstraßen Weser und Mittellandkanal, dem Hochwasserschutz, der Wasserkrafterzeugung und der Erholung.

Am 24. November 1923 begann der Anstau des Diemelsees. Im Jahr 2003 wurde sein zuvor mit 20,05 Mio. m³ angegebenes Fassungsvermögen per Laser-Scan-Verfahren neu vermessen: Sein Stauraum (bei normalem Vollstau) beträgt etwa 19,9 Mio. m³ und sein Gesamtstauraum (bei Bemessungshochwasser) rund 21,75 Mio. m³. Bei Vollstau beträgt seine Wasseroberfläche 1,65 km². Der Stausee ist maximal 34 m tief, und seine Ufer sind insgesamt etwa 16 km lang. Das Stauziel liegt auf 376,2 m Höhe und das Bemessungshochwasser beträgt 113 m³/s. Das Einzugsgebiet der Talsperre ist 103 km² groß. Der direkt vor der Staumauer liegende Talgrund befindet sich auf genau 342 m Höhe.

Der südliche Stauseearm ist der Diemelarm, in den außer der von Süden heran fließenden Diemel auch die aus Richtung des Dorfs Stormbruch von Südwesten kommende Hagenbicke mündet und an dem das Dorf Heringhausen liegt; am Einfluss der Diemel in den Seearm mündet von Südwesten heran fließend der Holzbach. Der westliche ist der Itterarm, in den die von Südwesten kommende Itter mündet und an dem sich Kotthausen (Wüstung und Weiler des Dorfs Heringhausen) befindet. Etwas nördlich der Stelle, an der beide Arme aufeinandertreffen, verläuft die Landesgrenze von Hessen und Nordrhein-Westfalen.

Die Staumauer des Diemelsees wurde nach dem Intze-Prinzip als gekrümmte Schwergewichtsstaumauer aus rund 72.000 m³ Bruchsteinen konstruiert, die im extra dafür eingerichteten Diabas-Steinbruch am benachbarten Eisenberg abgebaut wurden. Die Mauer ist über der Talsohle maximal 36,2 m und über der Gründungssohle 42 m hoch, woraus sich maximal 5,8 m Bauhöhe über den Talboden ergeben. An der Krone ist sie rund 194 m lang und 7 m breit. Die Basisbreite beträgt etwa 31 m. Die Krone liegt auf 378,2 m Höhe.  Quelle: Wikipedia

Seltenes Spektakel: Diemeltalsperre läuft über

Nach einer sehr langen Zeit kann man nun wieder ein seltenes Spektakel erleben. Der Diemelsee hat einen Vollstau mit knapp 20 Millionen Kubikmeter Wasser und hat dadurch jetzt einen Überlauf an der Diemeltalsperre. Dieses Spektakel ist nur alle paar Jahre zu erleben. Zuletzt war dieses Ereignis im Jahre 2008 zu sehen. Durch die anhaltenen Regenfälle und die einsetzende Schneeschmelze füllte sich die Talsperre bis zum Rand. Dadurch läuft das Wasser nun unkontrolliert über den Überlauf der Talsprerre ab, bis der Pegel wieder sinkt.

Diemeltalsperre: Staumauer, Ausgleichsweiher und Kraftwerk

Überlaufende Staumauer mit Kraftwerksgebäude (von Norden)

Der Grundablass der Staumauer

Viele Menschen kommen zum Diemelsee um dieses beliebte  Bildmotiv bildlich festzualten.

Blick von der Staumauer auf das Kraftwerksgebäude und Ausgleichsweiher

Wasser- bzw. Südseite der Staumauer (Blick etwa von Südwest)

Diemeltalsperre: Vollstau = 19,93 Mio. m³ bei 376,20 m ü. NN

Letzte Meldung vom Montag, 8. Februar 2016 07:00 Uhr
Wasserstand in m ü. NN: 376,24

Inhalt in Mio. m³: 20,00
Zufluss Diemel und Itter in m³/sec: 4,83
Abfluss Helminghausen in m³/sec: 4,50

Wassertemperatur in Grad Celsius: 4,7

Valentinstag: Der Pegel des Diemelsee ist gesunken…

Valentinstag Sonntag, 14. Februar 2016

Diemeltalsperre: Vollstau = 19,93 Mio. m³ bei 376,20 m ü. NN

Letzte Meldung vom Freitag, 12. Februar 2016 07:00 Uhr

Wasserstand in m ü. NN: 376,17

Inhalt in Mio. m³: 19,88
Zufluss Diemel und Itter in m³/sec: 5,67
Abfluss Helminghausen in m³/sec: 9,00
Wassertemperatur in Grad Celsius: 4,8

Weitere Informationen über den Diemelsee erhalten Sie beim Tourist-Info Diemelsee

CeBIT 2016: Highlights der CeBIT Press Preview

CeBIT 2016

Hannover: Auf der CeBIT Preview 2016, dem wichtigsten und internationalsten Medien-Event vor Beginn der CeBIT in einigen Wochen, präsentierten knapp 30 Unternehmen ihre neuesten digitalen Lösungen und Innovationen. „Kein Wirtschaftszweig bleibt vom rasanten Einzug der Digitalisierung unerreicht“: Oliver Frese, CeBIT-Vorstand der Deutschen Messe, hob bei der Begrüßung der mehr als 110 Medienvertreter aus aller Welt die weiter wachsende Bedeutung der IT-Schau hervor: „Wir schreiben die Geschichte der CeBIT neu!“ Als konzeptionelle Säulen nannte Frese die Digitalisierung von Märkten und Unternehmen, der Öffentlichen Hand und der Gesellschaft.

Tatsächlich bietet die CeBIT in diesem Jahr ein Themenspektrum wie noch nie und verspricht im Spannungsfeld der Megatrends Internet der Dinge, Big Data & Cloud, E- & M-Commerce und Security wertvolle Anregungen für sämtliche Branchen – von der Industrie über den Dienstleistungssektor bis zur Medizin und vom Startup über den Mittelstand bis zum Konzern. Stellvertretend für diese beeindruckende Bandbreite gaben rund 30 CeBIT-Aussteller bei der Press Preview in Hannover einen Vorgeschmack auf ihre Highlights.

Deutsche Bahn, Huawei, Salesforce und SAP: Neue Digitalisierungskonzepte stellen den Kunden in den Mittelpunkt

Wie wichtig es gerade für große Unternehmen ist, mit der technischen Entwicklung Schritt zu halten, verriet der stellvertretende Vorstandsvorsitzende der Deutschen Bahn, Dr. Volker Kefer, in seiner Keynote. „Die Digitalisierung wird auch unser Geschäft massiv verändern.“ Für fünf Millionen Zugreisende pro Tag gelte es, neue digitale Serviceangebote zu entwickeln. Zugleich könne man durch intelligente Datenauswertung Probleme erkennen, bevor ein Ausfall drohe – 70 000 Weichen der Bahn stehen als Beispiel dafür. Künftig will die Deutsche Bahn verstärkt auf „Menschen mit Digitalisierungs-Gen“ setzen – die DB fördert Startups, die mit dem Verkehrsunternehmen neue Geschäftsansätze und innovative Technologien entwickeln. Zudem tritt die Bahn als Premium-Partner der CeBIT-Innovationsbörse SCALE11 auf: Rund 250 junge Firmen werden bei Europas führender Plattform für digitale Startups und disruptive Geschäftsmodelle in Halle 11 vertreten sein.

Als wichtige Voraussetzung für erfolgreiche Digitalisierungskonzepte gilt unter Experten die 360-Grad-Sicht, wie sie beispielsweise Huawei seinen Kunden bieten möchte. Jörg Karpinski, Chef der Huawei Enterprise Business Group, konnte auf der Press Preview mit beeindruckenden Zahlen aufwarten: Der chinesische Konzern wird in Halle 2 auf rund 2 500 Quadratmetern Ausstellungsfläche ein breites Spektrum innovativer ITK-Produkte und -Lösungen aus den Bereichen Cloud Computing, Big Data, Internet der Dinge, Rechenzentrum und Informationssicherheit präsentieren. Darüber hinaus zeigt Huawei Praxisbeispiele aus dem öffentlichen Sektor sowie dem Finanz- und Verkehrswesen.

Mit Salesforce ist der führende CRM-Plattformanbieter exklusiver Event-Partner der CeBIT 2016. Erstmals wird das Unternehmen seine Kunden- und Partnerveranstaltung Salesforce World Tour auf der CeBIT in zwei Messehallen durchführen. Im Rahmen dieser Veranstaltung erfahren Besucher, wie sich die digitale Transformation beschleunigen und der Kunde in den Fokus rücken lässt. Mark Hoenke, Director Brand Communications bei Salesforce, berichtete auf der Press Preview, dass die Veranstaltung neben inspirierenden Keynotes Live-Demos aktueller Technologien sowie Showcases von Partnern umfassen wird, die ihr Wachstum mit Salesforce-Lösungen vorantreiben.

SAP präsentiert sich in Hannover als Wegbereiter der Digitalisierung. „Digitale Transformation ist Live-Business“, erklärte Rolf Schumann, Chief Technology Officer von SAP Europe, Mid-East and Africa, beim medialen CeBIT-Kickoff in Hannover. Getrieben werde der Wandel durch bahnbrechende Technologien wie In-Memory oder Cloud Computing. Schwerpunkt des Auftritts wird das vollständig integrierte SAP HANA-Angebot rund um alle Kernprozesse. Es erschließt Unternehmen schon heute die erforderlichen Technologien und Anwendungen für alle Fachbereiche, um die Anforderungen der Digitalen Transformation agil und ganzheitlich umzusetzen.

Microsoft, Software AG und Thomas Krenn AG: Rechenleistung auf Abruf und ein deutliches Plus an Energieeffizienz

Auf der CeBIT 2016 präsentiert Microsoft sieben Faktoren für den Wandel, die den Weg ins Digitale Wirtschaftswunder weisen. Anhand konkreter Beispiele aus Unternehmen, Bildungsorganisationen, Verwaltungen und Nichtregierungsorganisationen stellt Microsoft auf der CeBIT dar, wie sich Infrastruktur, Organisation, Mitarbeiter, Team, Wissen, Produktion und Staat optimal aufstellen, um die Herausforderungen der Digitalisierung zu meistern. Dabei sollen Technologien aus der Cloud für neue Gestaltungsspielräume sorgen. So wird etwa der ABB-Konzern seine gemeinsam mit Microsoft entwickelte Serviceplattform für die Schnellaufladung von Elektrofahrzeugen präsentieren. Die Plattform nutzt die Vorteile maschinellen Lernens sowie Predictive Analytics-Fertigkeiten.

Die zentrale Botschaft der Software AG für die CeBIT lautet: raus aus der Standard-IT, rein ins dezentrale, flexible Programmieren in Zusammenarbeit mit dem Kunden. Dazu stellt das Unternehmen mit seiner Digital Business Platform 2.0 die passende Technologie vor. Je nach Anwendungsfall lassen sich verschiedene Bausteine einsetzen – Business- und IT-Transformation, In-Memory-Speichertools, Integration, Prozesse oder Predictive Analytics.

Die Thomas Krenn AG kündigte für die CeBIT den Prototyp eines neuen Verfahrens zur Serverkühlung an, das die Energieeffizienz von Rechenzentren oder Servern wesentlich verbessern kann. Das Flüssigkühlsystem wird mit der Gebäudetechnik vernetzt, sodass die Abwärme nahezu vollständig für die Heizung oder Warmwasserbereitung zur Verfügung steht.

AdNovum, Bundesdruckerei, Digittrade, G Data, Kaspersky Lab und Secusmart: Mit diesen CeBIT-Neuheiten gehen Unternehmen auf Nummer sicher

83 Prozent der deutschen Unternehmen erwarten laut dem Digital-Verband BITKOM, dass sich ein von ihnen genutztes Rechenzentrum in Deutschland befindet und damit dem deutschen Recht unterliegt. Als Mitgründer der TeleTrust-Initiative „IT-Security Made in Germany“ wird G Data beim Start der Microsoft Cloud in Deutschland als einziger Antiviren-Hersteller mit einer auf die Azure-Architektur abgestimmten Managed-Endpoint-Security-Lösung im Markt vertreten sein. Dies berichtete der Leiter der Unternehmenskommunikation von G Data, Thorsten Urbanski, bei der Press Preview. Darüber hinaus wird der Sicherheitsspezialist, der vor 30 Jahren in Hannover das weltweit erste PC-Virenschutzkonzept vorstellte, auf der CeBIT erste Einblicke in die neuen Business-Lösungen der „Generation 14“ gewähren.

Für die sichere Verschlüsselung von Daten werden fast immer starke kryptographische Schlüssel verwendet, sogenannte digitale Zertifikate. Um diese erstellen, verwalten und prüfen zu können, benötigen Unternehmen in der Regel eine aufwändige Public-Key-Infrastruktur (PKI). Das gilt nicht für eine neue Cloud-Lösung der Bundesdruckerei: Hier werden die Zertifikate für elektronische Identitäten einfach und sicher im akkreditierten Trust-Center („D-Trust“) erstellt und manuell oder automatisiert bezogen. „Mit PKI-as-a-Service können auch kleine oder mittelgroße Firmen und Organisationen von den Vorteilen einer modernen, hochsicheren Verschlüsselungs-, Signatur- und Authentifizierungslösung profitieren“, sagt Ulrich Hamann, Vorsitzender der Geschäftsführung (CEO) der Bundesdruckerei.

Secusmart nahm die CeBIT-Presseveranstaltung zum Anlass, eine neue Sicherheitslösung für die mobile Sprachkommunikation und Kurznachrichten vorzustellen. „Die SecuSUITE for Enterprise ist der erste echte BlackBerry-Service, der weltweit und unabhängig von jedem Netzbetreiber genutzt werden kann“, erklärte Secusmart-Geschäftsführer Dr. Christoph Erdmann. Weitere Neuheiten sind der BlackBerry-Service Good Technology, eine sichere mobile Plattform für Unternehmen sowie WatchDox für das sichere Teilen von Dokumenten.

Von DIGITTRADE kommt zur CeBIT HipDisk, eine attraktive USB 3.0-Festplatte im 2,5-Zoll-Format mit austauschbarer 3D-Designhülle. Der Silikonschutz bewahrt das Gerät platzsparend vor diversen Umwelteinflüssen und ermöglicht eine schnelle Datenübertragung von bis zu 400 MBit/s. Außerdem führt DIGITTRADE zur CeBIT die Premiumversion der Kommunikations-App Chiffry ein. Android-, iOS- oder BlackBerry-Nutzer können so abhörsicher telefonieren, verschlüsselte Mitteilungen senden sowie Bilder, Videos oder Kontakte sicher teilen und erhalten nun weitere nützliche Funktionen. Zudem startet das Unternehmen den Verkauf seiner neuesten hochsicheren Festplatte HS256 S3. Sie ist noch sicherer, schneller und robuster als ihre zertifizierte Vorgängerin HS256S.

Der Schweizer Softwarehersteller AdNovum bringt seine Identity- und Access-Management-Lösung NEVIS nach Deutschland. Ursprünglich für den Einsatz im E-Banking konzipiert, schützt NEVIS Portale von Banken, Versicherungen und Behörden. Dank modularem Aufbau fügt sich die Software nahtlos in gewachsene IT-Infrastrukturen ein und erlaubt zudem die einfache Integration künftiger Authentisierungsverfahren.

Kaspersky Lab möchte „Security Intelligence Services“ für Kritische Infrastrukturen sowie Organisationen jeder Größe ins Blickfeld der CeBIT-Besucher rücken. Eine neue Cyberschutzlösung gegen hochentwickelte Angriffe ist ebenfalls in Vorbereitung. Einzelheiten will das Unternehmen aber erst auf der Messe verraten. „Die intelligente Cybersicherheit wird das dominante CeBIT-Thema für die d!conomy“, sagt Holger Suhl, General Manager von Kaspersky Lab für den deutschsprachigen Raum.

Rund um das Thema Drohnen entstehen derzeit viele neue Geschäftsmodelle – unter anderem in der Logistik und in der Agrarwirtschaft. Richtungsweisende Ideen kommen auch aus dem Startup-Ökosystem. Weitere Themen der CeBIT Preview in Hannover waren intelligente Lösungen für mobile Business, Smart Home und die Stadt der Zukunft.

Auf der CeBIT Preview stellte die Deutsche Messe das Konzept für den mit Spannung erwarteten ersten DRONEMASTERS Summit@CeBIT vor, der neben einer Ausstellung ein mehrtägiges Konferenzprogramm und eine Flugarena in Halle 16 umfasst. Im Mittelpunkt stehen Business-Anwendungen für die smarten, unbemannten Flugkörper.

Ein interessantes Drohnen-Konzept bringt unter anderem Wingtra aus der Schweiz auf die Messe: Das schnell wachsende Spin-Off der ETH Zürich hat eine Drohne gebaut, die senkrecht wie ein Helikopter starten und problemlos zwischen Häusern oder auf Waldlichtungen landen kann.

Der Drohnen-Prototyp Skye der ETH Zürich soll dagegen die energieeffiziente Flugweise eines Zeppelins mit der Präzision eines Quadrocopters verbinden. Ausgestattet mit Kameras, soll er im März über das Ausstellungsgelände fliegen und demonstrieren, wie interaktives Marketing aus der Luft aussehen kann.

Apropos Schweiz: Aus dem diesjährigen CeBIT-Partnerland („Wir exportieren zwölfmal mehr IT-Produkte als Schokolade und Käse zusammen“, so Franz Grüter, Schweizer Nationalrat) stellten sich den Journalisten in Hannover auch der international aktive Finanzdienstleister SIX Group und die Noser Young Professionals AG vor. Der Infrastrukturanbieter SIX bietet FinTech-Lösungen an und unterstützt Banken bei der Umsetzung ihrer Digitalisierungsstrategien. Noser Young Professionals stellt auf der CeBIT ein Modell vor, wie Ingenieure ausgebildet werden können, welche bereits im Alter von 17 Jahren vollwertig mitarbeiten können. CeBIT Besucher können in fünf Minuten eine „CeBIT-Ausbildung mit Diplom“ erhalten.

BVDS, Peat, VoxR.org, ActiWait, climbtrack und Cryptomator: Richtungsweisende Ideen aus dem Startup-Ökosystem

Welche Bandbreite an Geschäftsideen durch die Digitalisierung möglich wird, demonstrierten auf der CeBIT Preview zahlreiche Startups. Wichtigste Anlaufstelle auf der CeBIT selbst ist der gemeinsam mit dem Bundesverband Deutsche Startups BVDS entwickelte CeBIT-Schwerpunkt SCALE11. Er zeigt das gesamte Ökosystem rund um Innovationen, Gründer, etablierte Unternehmen und Kapitalgeber in Halle 11.

Das Hannoveraner Unternehmen Peat hat eine App entwickelt, die mit künstlicher Intelligenz gegen Ernteausfälle kämpft. Auf Basis von Bilderkennung und selbstlernenden Algorithmen werden Krankheiten an Pflanzen schon frühzeitig erkennbar.

Die Firmengründer von VoxR.org bieten ein Mittel gegen die Eintönigkeit mancher Business-Events: Über eine einfach aufgebaute Internetseite, die über jedes Smartphone erreichbar ist, können die Teilnehmer eines Kongresses oder Workshops Fragen stellen, Diskussionen anregen oder Feedback geben. Fünf DAX-Unternehmen nutzen den Service bereits, darunter der Pharmakonzern Merck und der Automobilhersteller Daimler.

Im Rennen um den prestigeträchtigen CeBIT Innovation Award 2016 haben sich drei junge Forscherteams für das Finale qualifiziert. Die Preisträger werden im März in Hannover ausgezeichnet und stellen am Messestand des Bundesministeriums für Bildung und Forschung in Halle 6 ihre Projekte vor. ActiWait von der Urban Invention GbR ist ein interaktiver Aufsatz für einen Signalanforderungstaster an Fußgängerampeln, der nicht nur die Verkehrssicherheit erhöht, sondern auch als WLAN-Hot-Spot genutzt werden kann. Mit climbtrack vom Deutschen Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz können Klettersportler mit geringem Aufwand ihren Trainingsfortschritt analysieren und dokumentieren. Darüber hinaus ermöglichen Augmented-Reality-Lösungen eine spontane Definition von Kletterrouten. Der von zwei Bonner Informatikstudenten entwickelte Cryptomator ist die erste zuverlässige, clientseitige Open-Source-Verschlüsselung für den Cloud-Speicher, die plattformunabhängig einsetzbar ist und sich auch für technisch weniger erfahrene Nutzer eignet.

Pearl, Sennheiser, ZTE, Eurotech: Intelligente Lösungen für mobile Business, Smart Home und die Stadt der Zukunft

In einer Zeit, in der Unternehmen ihre Projekte häufig über mehrere Standorte und Länder verteilen, sind Telefonkonferenzen ein wichtiger Faktor für den Unternehmenserfolg. Sennheiser präsentiert auf der CeBIT mit „TeamConnect Wireless“ eine drahtlose Lösung für mobile Audiokonferenzen mit bis zu 24 Teilnehmern. Per Bluetooth können sich Smart Devices oder Computer in wenigen Sekunden mit dem System verbinden.

Interessante Zubehör-Neuheiten für den Business-Einsatz kommen auch von Pearl: Der Elektronikhändler stellte auf der CeBIT Preview den microSD-Cardreader Callstel Wireless Connected mit WLAN-Schnittstelle vor, der Smartphone-Nutzern bis zu zwei Terabyte zusätzlichen Speicher bietet. Bis zu acht Nutzer können gleichzeitig auf die Daten zugreifen – per App oder Internetbrowser. Außerdem vertreibt Pearl drei neue Wearables und bietet für Smart-Home-Einsteiger den VisorTech Tür- und Fensteralarm HSS-1.dw an, der bei einem Einbruch automatisch eine Push-Nachricht versendet. Bis zu 100 Melder lassen sich mit der zugehörigen App kontrollieren.

Praxisnahe Konzepte für die smarte Stadt und neue Produkte für das Firmenkundengeschäft stehen im Mittelpunkt des Auftritts von ZTE. Der Anbieter von Telekommunikationssystemen, Netzwerklösungen und mobilen Endgeräten wird auf der CeBIT innovative Anwendungen für die Bereiche E-Health, Smart Education und Smart Transportation sowie ein Urban Data Operation System für sichere Smart-City-Anwendungen präsentieren, die auf Big-Data-Analysen basieren. Dazu kommen ein drahtloses Ladekonzept für die intelligente Fabrik 4.0 und ein IoT-basiertes Smart Grid.

Auf das Wachstumsthema Internet der Dinge zielt auch Eurotech – mit einem integrierten Portfolio an Hardware- und Softwarelösungen für M2M- und IoT-Device-Middleware sowie Cloud-Lösungen, die als Basisbausteine für moderne Infrastrukturen im Internet der Dinge anzusehen sind.

Forschung zum Anfassen: ETH Zürich, Karlsruher Institut für Technologie und der neue Trend zum Biohacking

Dass der Einsatz digitaler Technologien selbst bei der Konstruktion oder Architektur von Gebäuden neuartige Ansätze ermöglicht, zeigt die ETH Zürich mit ihrem „In situ Fabricator“. Das mobile Robotersystem transferiert die Leistungsfähigkeit und Flexibilität einer digitalen Fabrikation direkt auf die Baustelle. Auch den CeBIT-Stand der Züricher Hochschule hat der „In situ Fabricator“ konstruiert.

Zusammen mit vielen anderen renommierten Forschungseinrichtungen ist das Karlsruher Institut für Technologie bei „Research & Innovation“ in Halle 6 zu finden. Als beeindruckenden Appetizer präsentierte das KIT die Software von Kinemic, mit der sich Wörter durch Schreiben in die Luft eingeben und Anwendungen mit Gestern steuern lassen. Die Bewegungen werden dann von einem Sensorarmband oder einer Smartwatch erfasst und in Gesten oder Text übersetzt. Eine freihändige Bedienung von Computern, Smartphones oder Augmented-Reality-Brillen ist also keine Utopie mehr.

Einen gewagten Schritt weiter geht Hannes Sjöblad: Der Leiter des schwedischen Biohacking-Verbands warb auf der CeBIT Preview für digitale Implantate. Er selbst trägt bereits einen in die Hand implantierten Chip, mit dem er zum Beispiel Türen öffnen kann. Sjöblad glaubt, dass physikalische Objekte oder Passwörter zur Identifizierung schon bald der Vergangenheit angehören werden: „Human Upgrade Technology is coming!“. Wer das enorme Digitalisierungstempo von Wirtschaft und Gesellschaft verfolgt, ahnt: Sjöblads Vision könnte tatsächlich Realität werden.

Über die CeBIT

CeBIT 2016

Die CeBIT in Hannover ist die weltweit wichtigste Veranstaltung für die Digitalisierung. Im Rahmen einer einzigartigen Verzahnung von Messe und Kongress präsentieren die beteiligten Weltkonzerne, Mittelständler und Startups die relevanten Themen der IT-Wirtschaft und Digitalisierung wie etwa Big Data and Analytics, Cloud-Anwendungen, Mobile, Social Business, IT-Sicherheit oder Internet of Things. Mehr als 200 Sprecher liefern bei den CeBIT Global Conferences in Keynotes und Foren den Überblick über die wichtigsten Trends und Themen der digitalen Welt. Partnerland 2016 ist die Schweiz.

Quelle und weitere Informationen über die CeBIT unter  www.cebit.de

Messegelände Hannover
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30521 Hannover