Atlashörnchen auf Fuerteventura

Fuerteventura: Das Atlashörnchen oder Nordafrikanische Borstenhörnchen (Atlantoxerus getulus)ist eine in Marokko und Algerien verbreitete Art der Borstenhörnchen.

Die Atlashörnchen wurden von den Legionären (sagt man) aus Afrika mit auf die Insel Fuerteventura gebracht. Sie sind allgegenwärtig auf der Insel. Man schätzt die Anzahl auf ca. 20.- 30.000 Tiere, vielleicht sind es auch mehr. In Touristenführern werden sie oft unter der falschen Bezeichnung „Streifenhörnchen“ geführt, mit den echten Streifenhörnchen haben sie aber nichts zu tun.

Das Atlashörnchen ähnelt den Afrikanischen Borstenhörnchen, hat aber nicht ganz so borstiges Fell. Die Kopf-Rumpf-Länge beträgt 20 Zentimeter, hinzu kommen 20 Zentimeter Schwanz. Das Fell ist gelbbraun; an jeder Flanke verläuft ein deutlich sichtbarer weißer Streifen. Schlecht sichtbar und meistens ganz fehlend ist ein weiterer heller Streifen, der den Rücken entlang läuft.

Über die Lebensweise ist wenig bekannt. Atlashörnchen bilden Kolonien in felsigen Gegenden des Atlas, wo sie in bis zu 4000 Meter Höhe vorkommen. Sie sind dämmerungsaktiv und ernähren sich hauptsächlich von den Früchten des Arganbaums (Argania spinosa).

Mit Gebäck, Nüssen, Brot und ebenfalls mit Obst kann man hier auf Fuerteventura die kleinen Nager glücklich machen. Wenn man sie anlockt, kommen sie auch ganz nahe und fressen sogar aus der Hand. Nüsse sind ja das allergrößte für die Kleinen.

Verbreitete Krankheiten bei den Atlashörnchen sind hier jedoch nicht bekannt. Aber vorkommen könnte es schon, ähnlich wie in Deutschland durch die Eichhörnchen (Tollwut).
Jedoch wurde bisher noch keine Erkrankung diesbezüglich bekannt.

Location: Playa de Jandia,  Insel Fuerteventura (Spanien)

Datum: Juni 2012

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