8. Historischer Markt 2014 in Obermarsberg

Obermarsberg: Merket auf und gebet Acht: Am 6. und 7. September 2014 wurde auf dem geschichtsträchtigen Boden der ehemaligen Eresburg und Sachsenfestung zu Obermarsberg (Hochsauerlandkreis) der VIII. Historische Markt veranstaltet.

Da packten die Handwerker ihre Waren zusammen und zogen mit Karren, Weib und Kindern der Stadt zu…?

Bis ins 19. Jahrhundert wurde in den Gemäuern der „Stadt auf dem Berge“ Markt gehalten. Alle drei Jahre organisiert die Kolpingsfamilie Obermarsberg das historische Spektakel. Die Kolpingsfamile als Ausrichter hatte für dieses mittelalterliche Spektakulum 100 Stände, Buden, Aktionen und Attraktionen organisiert. Beginnend vor der Nikolaikirche, die Eresburgstraße hinauf, bis zum einzigen erhaltenen Pranger Westfalens dauerte das mittelalterliches Treiben zwei Tage lang.

Obermarsberg im Sauerland
Auf einer Länge von fast tausend Metern stand die alte Stadt auf dem Berge ganz im Zeichen der Historie.
Einzug der Historischen Schützen aus Obermarsberg
Am Samstag den 6. Sept. gegen 14 Uhr trafen die Historischen Schützen von ihrem dreitägigen Fußmarsch in Erinnerung an ein altes Schutz- und Trutzbündnis im Diemeltal von 1358  auf der Oberstadt ein. Am Mittwoch starteten pünktlich um 10 Uhr die Historischen Schützen von Obermarsberg auf dem Marktplatz in Hofgeismar zu ihrem über 80 Kilometer langen Marsch zum 8. Historischen Markt nach Obermarsberg. Die 12 Historischen Schützen, vier Marketenderinnen und drei Kutscher des Pferdegespanns wollten mit ihrem Marsch an ein bisher unbekanntes, fast 650 Jahre altes Schutz- und Trutzbündnis im Diemeltal aus dem Jahre 1358 zwischen Hofgeismar, Wolfhagen, Volkmarsen, Warburg und Marsberg erinnern.
Die Kutsche der Historischen Schützen aus Obermarsberg.
.
.
.
.
Marketenderinnen aus Obermarsberg
.
.
Empfang der Historischen Schützen aus Obermarsberg
Grußwort des Marktherren
Detlev Steinhoff, vom hohen Rat bestellter Marktherr, bekleidet mit seiner aus schwarzem Samt und mit Kaninchenfell besetzte Kaufmannskluft  begrüßte alle Besucher und Gäste.
.
Grußwort der Schirmherrin
Schirmherrin Birgit Sippel (Mitglied des Europäischen Parlaments) „Das macht den historischen Markt hier zu etwas Besonderem“, hatte die Europaabgeordnete Birgit Sippel aus Arnsberg am Samstagmittag zur Eröffnung gesagt. „Mit viel Herzblut engagieren sich hier Ehrenamtler. Sie alle haben viel Zeit und Liebe in die Organisation gesteckt. Das merkt man.“
Die Europaabgeordnete Birgit Sippel aus Arnsberg eröffnete mit einem Kanonenböller den 8. Historischen Markt in Obermarsberg.
.
Mit Verlesen der Marktordnung war der achte Historische Markt in Obermarsberg nun eröffnet.
Marktordnung
Es folgte der Fassanstich durch die Europaabgeordnete Birgit Sippel aus Arnsberg.
Die Veranstalter freuten sich, dass sich wieder viele Handwerker, Trödler und Krämer, Bauernstuben, mittelalterliche Musikgruppen sowie Gaukler und allerlei Gesinde präsentierten: Wasserguillotine, Badehaus. Alte Landmaschinen, Druckerei, Apotheke, Waschfrauen, Holzschuhmacher, Laternenbauer aus Polen, Reiserbesen und Körbe, Falkner, Seilerei, Krämerei, Trödler mit Drehorgel, Kerzenzieher, Märchenerzähler, Dengler, Schuster, Bernsteinschleiferei, Töpferei, Historisches Handwerk (Dachdecker, Papierschöpfen, Holzschnitzer, Steinmetz, Lederhandwerk, Zeugmeisterei. Färberei, Münzprägen) und die Reiterfanfaren aus Usseln. Neu dabei war eine Glasperlenmacherin, ein Lager der Kelten und Germanen, ein Salzhändler, ein Wahrsager und ein Steineschlepper sowie ein Krämer mit Utensilien fürs Schlachtfeld (Waffen und Küchenzubehör).
.
Schreinerei
.
Holzschuhmacher
.
.
.
Schuster
Herstellung antiker und historischer Salben
.

Im alten Backhaus gab es Steinofenbrot und Platenkuchen von Bäcker Roman.

Steinofenbrot
Steinmetz Köchling

.
Antik  und Kreatives
.
Bernsteinschleiferei
.
Des Drechslers Stärke sind runde Werte.
.
Eine besondere Aktion für die Kinder war das historische Kinderkarussell.
Kunstschmied
.
.Bauernstuben
Der Schandpfahl, Pranger Kaak oder auch Kook genannt, steht vor dem alten Rathaus. An ihm wurden hauptsächlich im 16. Jahrhundert Verbrecher, meist für Mundraub, Feldraub, Schlägereien oder Trunksucht schuldig gesprochen, mit Fußfesseln und Halsband gefesselt und so der Öffentlichkeit zur Verspottung und Abschreckung präsentiert.
.
.
.
Seilerei
Seilerei
Seilerei
Trödler mit Drehorgel
.
.
.
Waschfrauen
.
Falke
.
Original Sauerländer Baumgesichter
.
.
Badehaus
die Wasserguillotine vor der Nikoleikirche.
.
.
das Lager der historischen Schützen aus Obermarsberg
.
.
Seid gegrüsst all ihr holden Damen und edlen Ritter landauf und landab. An diesem Lager muss keine Kehle verdorren und kein Wanst knurren. Last uns Fressen und Saufen und gebt uns Kund aus anderen Teilen des Landes.!
Lager der historischen Schützen aus Obermarsberg
.
Gaumenschmaus
.
der Brandstifter zündelt wieder…
Zum Programm gehörte auch, dass die Feuerwehr mehrmals ausrückt. Wenn unterhalb der Nikolaikirche die ersten Rauchwolken aus dem extra errichteten, mit Stroh gedeckten Haus züngelte, dann dauerte es nicht mehr lange, bis sich die historische Feuerwehr mit ihrer Handdruckspritze, Leitern und viel Getöse den Weg durch die Menschenmassen bahnte.
.

Macht platz die Feuerwehr rückt an.

.
.
.Die Feuerwehr im Einsatz.
.
.Der Brand ist gelöscht.
Mit dabei waren auch wieder die Gruppen Castra Vita, eine Zeltstadt, die sich mit dem Lagerleben des Mittelalters beschäftigt
.
.
.
.
.
.
.
.
Berittener Fanfarenzug Wilke-Mühle Usseln
.
.
.
.
.
Berittener Fanfarenzug Wilke-Mühle Usseln
.
Drei geschniegelte Herren und eine totschicke Dame: „Hilde Wummel“ – Die einzigartige Musikkapelle.
.
Padberger Spielleute „Rückenbücken“
Padberger Spielleute „Rückenbücken“
Padberger Spielleute „Rückenbücken“
.
.
Die Kinder lauschten gespannt dem Märchenerzähler.

Auf Wiedersehen zum

9. Historischer Markt 2017

in Obermarsberg

vom 02. – 03. September 2017

9. Historischer Markt 2017  in Obermarsberg vom 02. – 03. September 2017

9. Historischer Markt 2017 in Obermarsberg vom 02. – 03. September 2017


Marsberg im Mai 2012

Die Stadt Marsberg befindet sich im nordöstlichen Teil des Sauerlands, Hochsauerlandkreis in Nordrhein-Westfalen.

Marsberg liegt rund 29 km südlich von Paderborn und 3 km  von der hessischen Grenze entfernt im Tal der Diemel, in die in der Kernstadt die Glinde mündet. Es befindet sich zwischen den Briloner Höhen im Westen, dem Sintfeld im Norden, dem Roten Land im Osten und Süden und dem Naturpark Diemelsee im Südwesten. Nördlich von Marsberg grenzt der Naturpark Teutoburger Wald / Eggegebirge an.

Während die Innenstadt auf etwa 250 bis 255 m ü. NN mit dem Bahnhof Marsberg auf 249,8 m ü. NN liegt, dehnt sich das Stadtgebiet zwischen 206 m im Diemeltal östlich von Westheim und 594,6 m Höhe am Eisenberg östlich der Staumauer des Diemelsees aus.

Die Rapsfelder stehen in voller Blüte.

Blick auf Obermarsberg

» Weiterlesen

Marsberger Adventskerze

Vor mehr als zehn Jahren entstand in Marsberg die Idee, den ersten Advent mit einem ganz besonderen Lichterfest einzuläuten. Damals wurde zum ersten Mal der Bilsteinturm in rote Stoffbahnen eingepackt und mit einer Kerzenflamme aus Lampen versehen. Niemand außer Marsberg hatte eine so große Kerze und so landete sie sogar als größte Adventskerze der Welt im Guinness „Buch der Rekorde“.

Der 25 Meter hohe Bilsteinturm in Marsberg trägt wieder sein leuchtend rotes Weihnachtsgewand und leuchtet hell ins Land hinein..

Marsberger Adventskerze

Das stürmische Wetter hat das rote Kleid der Marsberger Weihnachtskerze zerfetzt.

 

 

 

 

 

Marsberg im Sauerland

Allerheiligen-Markt 2011 in Marsberg

Allerheiligen-Markt 2011 in Marsberg

Der traditionelle Allerheiligen-Markt in Marsberg öffnete auch in diesem Jahr wieder seine Pforten und bot allen Besuchern der Marsberger Innenstadt vom 13. bis 16. Oktober 2011 vier lange Tage fröhliches Marktgeschehen. Am Donnerstag, den 13. Oktober um 15:30 Uhr begann der Rummel feierlich mit 3 Böllerschüssen von Obermarsberg aus. An allen anderen Tagen begann der Markt bereits um 12 Uhr. Die Organisatoren freuten sich ganz besonders auf das von vielen geforderte Festzelt als Treffpunkt der Besucher und Gäste wieder anbieten zu können. Das Festzelt war an allen Tagen geöffnet und bot zusätzlich ein attraktives Abendprogramm für Jung und Alt.  Am Samstagabend begeisterte die Sängerin Conny Engel mit einem Live-Auftritt ihr Publikum.  Für das leibliche Wohl im Festzelt war selbstverständlich während der gesamten Zeit gesorgt. Alle Besucher konnten sich wieder über viele bunte Fahrgeschäfte und Kirmesbuden in der Marsberger Hauptstrasse, auf dem Sparkassenvorplatz und dem Kirchplatz freuen. Zum Naschen gab es dazu Süß- und Mandelwaren, Zuckerwatte, Popcorn und alles, was das Herz begehrt.

Auch für Gourmets und Gourmands gab es an den Imbissständen und bei den Marsberger Gastronomen Außergewöhnliches zu genießen. Für das leibliche Wohl war für alle Besucher bestens gesorgt.

Natürlich bot der Allerheiligen-Markt in Marsberg auch jede Menge Fahrspaß. Bei den kleineren Gästen sorgten die Fahrgeschäfte „Kinderparadies“ und „Orient-Reise“ für fröhliches Kinderlachen. Neben der beliebten „Ponyreitbahn“ sorgten auch mehrere Spielgeschäfte das keine Langeweile aufkam.

Etwas rasanter ging es dann in den Fahrgeschäften „Eclipse“, „Musikexpress“ und dem „Be Bop Autoskooter“, der rollenden Disco, zu. Diese Fahrgeschäfte garantierten den Besuchern energiegeladen Fahrspaß pur. Wer erleben möchte, wie es sich anfühlt mit verschiedenen Achterbahnen zu fahren, in einem Düsenjet im härtesten Einsatz oder mit einem Hubschrauber durch den Grand Canon zu fliegen, der konnte diesen ultimativen Adrenalinkick im „Venturer-Simulator“ erleben.

Alle Kinder konnten mit der Aktion „einmal zahlen, zweimal fahren“ doppelten Fahrspaß erleben. Dazu wurden auch in diesem Jahr wieder tausende Kirmes-Gutscheine für Kinder ausgegeben.

Anlässlich des Allerheiligen-Marktes präsentierte der Kulturring Marsberg am Freitagabend die Gruppe „Achill Sound“ um 20 Uhr in der Tenne in Marsberg. „Achill Sound“ steht für die Art von Musik, wie sie von den großen irischen Folk Bands gespielt wurde: Wenig Elektronik, dafür umso mehr handgemachter, ehrlicher Irish Folk. Die musikalische Bandbreite reichte von langsamen Balladen über fetzige Tanzmelodien wie Jigs, Reels, Hornpipes oder Polkas bis hin zu den berühmten Drinking Songs.

Der Historische Umzug am Sonntagnachmittag war der Höhepunkt der Festlichkeiten und natürlich auch Anziehungspunkt für zahllose Gäste aus dem ganzen Umkreis. Auch in diesem Jahr nahmen über 20 Gruppen an dem farbenprächtigen Zug durch die Marsberger Innenstadt teil. Ob „Historische Schützen“ und „Marketenderinnen“, „Nachtwächter“, „Garde-Grenadiere“, „Kanoniere“ oder das „Rott der Schlachtschwertierer“ – sie alle waren beim traditionellen Historien-Spektakel an der Diemel zu sehen und begeisterten die Zuschauer.

Erstmalig präsentierten sich die „Landsknechte Halver“, die „Alt-Mainzer Stadtsoldaten“, die amtierende „Diemelseekönigin“ und der „Verkehrsverein Eversberg“.

Eine Vielzahl von Schaustellern bot nützliche, dekorative und exotische Waren allerart an, die zu einem ausgedehnten Bummel in der Hauptstraße einluden.

Die Marsberger Geschäfte entlang der Hauptstraße hatten am Sonntag von 13 bis 18 Uhr geöffnet und alle Gäste waren herzlich dazu eingeladen, ihrer Shoppinglust ausgiebig nachzugehen.         (Quelle: www.marsberg.de)

Obermarsberg

 

Obermarsberg ist einer von 17 Stadtteilen der Stadt Marsberg. Der Ort befindet sich an der Stelle der frühgeschichtlichen Eresburg. Karl der Große gründete dort ein Kloster, dass als Propstei von Corvey bis 1803 Bestand hatte. Daneben entwickelte sich im 13. Jahrhundert eine Stadt. Gegen Ende des dreißigjährigen Krieges zerstört, wurde sie wieder aufgebaut, erreichte aber nicht mehr die frühere Bedeutung. Seit 1975 ist sie Teil der neuen Stadt Marsberg.

Der Ort liegt auf einem Bergplateau auf etwa 400 m ü. NN. An drei Seiten fällt der Berg steil ab. Nur im Süden erlaubt ein Sattel einen relativ problemlosen Zugang. Das Plateau ist etwa 1 Kilometer lang und einen halben Kilometer breit. Der Platz reichte zum Bau von Häusern und Anbau von Nahrung aus.

 

ObermarsbergObermarsberg

7. Historischer Markt 2011 in Obermarsberg

Am 3. und 4. September wurde auf der Eresburg zu Obermarsberg (Hochsauerlandkreis) der VII. Historische Markt veranstaltet. Eine kleine mittelalterliche Welt erwartete die Besucher: Handwerker und Händler, Musici, Gaukler, Waffenschmiede und Komödianten, Lagerleben der historischen Schützen, Gaumenschmaus, Spezereien und edle Getränke, Ackerbau und Viehzucht und eine Zeltstadt mit Lagerleben.

Der Historische Markt wurde bereits zwei Tage vor dem offiziellen Beginn eingeläutet: Die Historischen Schützen von Obermarsberg marschierten vom 1. bis 3. September von Medebach nach Obermarsberg um an die alten Handelswege zu erinnern, über die die Händler quer durch Deutschland auch zu den Märkten nach Obermarsberg und Horhusen (Niedermarsberg) zogen. Der Tross bewegte sich in voller Rüstung und mit Pferdegespann, versorgt durch die „Marketenderinnen vom Eresberg“, entlang der über 1.000 Jahre alten „Heidenstraße“ in Richtung Korbach und über eine weitere alte Handelsstraße, den „Frankfurter Weg“, bis kurz vor die Tore von Obermarsberg. Am Samstag, dem ersten Markttag, trat der Zug gegen 15 Uhr in Obermarsberg ein und gemeinsam mit dem Schirmherr, Prof. Dr. Patrick Sensburg, wurde der Historische Markt offiziell eröffnet.

Mit über 110 Darbietungen war der diesjährige Markt größer und vielfältiger als je zuvor.

Impressionen vom 7. Historischen Markt in Obermarsberg.

Auf einer Länge von fast tausend Metern stand die alte Stadt auf dem Berge ganz im Zeichen der Historie.

Die Feuerwehr im Einsatz.

Der Brand ist gelöscht.

» Weiterlesen

Hagelunwetter am 23. August 2011

Hagel ist eine Form von Niederschlag, der aus Eisklumpen besteht. Zur Abgrenzung spricht man erst bei einem Durchmesser von über 0,5 Zentimetern von Hagel bzw. Eishagel, darunter von Graupel. Bei Aggregaten von Schneeflocken mit einem Durchmesser unter einem Millimeter spricht man von Griesel.

Hagelkörner entstehen in den niedrigeren Schichten von Gewitterwolken bzw. innerhalb einer Gewitterzelle durch unterkühltes Wasser, das an Kristallisationskernen zu Eis gefriert. Diese Kerne müssen dabei in vergleichsweise geringer Zahl vorkommen, so dass die je Kern zur Verfügung stehende Wassermenge ausreichend groß ist, um ein schnelles Wachstum zu ermöglichen. Da es sich also um sehr wasserreiche Wolken handelt, haben die über Phasenumwandlungen umgesetzten latenten Wärmemengen eine starke Labilität der Temperaturschichtung innerhalb der Wolke zur Folge. Die hierdurch erzeugten starken Aufwinde von durchaus 20 bis 30 m/s sind ein weiterer wichtiger Faktor für die Hagelbildung, denn die Gefrierungsprozesse haben eine stetige Massenzunahme der Partikel zur Folge. Ohne einen Aufwind würden die Partikel durch die Schwerkraft absinken, sich aus der Wolke entfernen und dadurch nicht weiter anwachsen können.

Es zeigt sich dabei, dass der Aufwind innerhalb einer Wolke unterschiedlich stark ist und Partikel dadurch einen Kreislauf durchfahren können. Zunächst werden sie durch den Aufwind angehoben, danach fallen sie wieder in tiefere Luftschichten, nehmen weiteres Wasser auf, werden abermals nach oben gerissen, und zusätzliches Wasser gefriert an. Dieser Vorgang wiederholt sich solange, bis ein Hagelkorn zu schwer ist, um von den Aufwinden getragen zu werden. Aus der Größe der Hagelkörner kann daher auf die Windstärke im Inneren der Gewitterwolke geschlossen werden, was in der Umkehrung auch zur Prognose von Hageldurchmessern dient.

Die stufenweise Entstehung der Hagelkörner kann an den einzelnen Anlagerungsschichten, aus denen ein Hagelkorn besteht, abgelesen werden. Dabei deuten die hellen Schichten auf eine sehr wasserreiche Umgebung mit dementsprechend schnellem Gefrieren hin, während die trüben Bereiche auf niedrigere Wassergehalte zurückgehen. Die Trübung selbst wird dabei durch unzählige kleine Lufteinschlüsse hervorgerufen. Ist das Hagelkorn letztendlich zu schwer und sinkt aus dem Aufwindbereich ab, so kommt es aufgrund der Größe des Hagelkorns und einer Temperatur von meist unter 0 °C nicht zu einem Aufschmelzen.

Die Größe von Hagelkörnern variiert stark.

Zu Schäden an Autos, Glasscheiben und Zelten kommt es ab einem Durchmesser von etwa 2 cm, was Fallgeschwindigkeiten von etwa 70 km/h entspricht. Kleiner Hagel fällt langsamer (ca. 35 km/h), außergewöhnlich großer Hagel kann dagegen Geschwindigkeiten von über 150 km/h erreichen.

Am Dienstag, den 23. August 2011 gegen 19.00 Uhr zog ein Hagelunwetter über Teile des Marsberger Stadtgebietes hinweg.

Hagelschäden

Hagelschauer können beträchtliche Schäden verursachen, an Pflanzen und Tieren, aber auch an Gebäuden und Autos. Der Großteil der landwirtschaftlichen Anbauflächen ist ohne Schutz dem Hagel ausgesetzt.

Hagelschaden an meiner Dachterrasse.

Häufigkeit

Der Klimawandel scheint einen Einfluss auf die Häufigkeit des Auftretens von Hagelunwettern zu haben. Wie Forscher der Universität Karlsruhe herausfanden, hat die Zahl der Hagelgewitter in den letzten Jahrzehnten deutlich zugenommen. Habe die Zahl der Tage mit Hagelschäden 1986 noch bei fünf gelegen, so sei sie 2004 auf 34 gewachsen.

Diemelsee

Der Diemelsee ist ein Stausee der Diemel hinter der Staumauer der Diemeltalsperre auf der Grenze von Hessen und Nordrhein-Westfalen (Deutschland).

Die Diemeltalsperre (Staumauer und Stausee) ist Eigentum der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes, wobei das Wasser- und Schifffahrtsamt Hann. Münden zuständig ist.

Der Diemelsee erstreckt sich ein paar Kilometer nordöstlich des Uplands in den äußersten nordöstlichen Ausläufern des Rothaargebirges. Er befindet sich überwiegend im Landkreis Waldeck-Frankenberg, der kleine Nordteil und auch seine Staumauer im Hochsauerlandkreis. Er liegt im Naturpark Diemelsee zwischen Willingen und Marsberg bei der Gemeinde Diemelsee. Sein Absperrbauwerk steht 500 m südlich von Helminghausen (südwestlicher Ortsteil von Marsberg).

Während die Staumauer das Wasser von Diemel und Itter aufstaut, liegt der Stausee in waldreicher Mittelgebirgslandschaft, deren höchster direkt am See gelegener Berg das Köpfchen (610 m; nordwestlich des Seewestarms) ist. Wenige Kilometer südlich des Sees ragt der Koppen 715,1 m hoch auf.

 

» Weiterlesen

Marsberg im Sauerland

Marsberg ist eine Mittelstadt im nordöstlichen Teil des Sauerlandes, Hochsauerlandkreis (HSK) in Nordrhein-Westfalen. Sie entstand in der heutigen Form 1975 im Zuge der kommunalen Neugliederung in Nordrhein-Westfalen aus Obermarsberg und Niedermarsberg sowie weiteren bislang selbständigen Gemeinden. In Obermarsberg soll mit der Irminsul auf der Eresburg das wichtigste Heiligtum der Sachsen gestanden haben. Nach deren Zerstörung durch Karl den Großen entstand an dieser Stelle eines der ältesten Klöster in Westfalen, das später an das Kloster Corvey fiel. Niedermarsberg entwickelte sich zu einem Handelsort, war aber politisch abhängig von Obermarsberg. Bedeutend war in der Gegend seit dem frühen Mittelalter der Bergbau und die Verarbeitung von Erzen. Im 19. Jahrhundert gewann mit der psychiatrischen Westfälischen Klinik Marsberg das Gesundheitswesen als Wirtschaftsfaktor an Bedeutung.

Marsberg liegt rund 29 km südlich von Paderborn und 3 km von der hessischen Grenze entfernt im Tal der Diemel. Dort befindet es sich zwischen den Briloner Höhen im Westen, dem Sintfeld im Norden, dem Roten Land im Osten und Süden und dem Naturpark Diemelsee im Südwesten. Nördlich von Marsberg grenzt der Naturpark Teutoburger Wald / Eggegebirge an.

Während sich die Innenstadt auf 255 m Höhe befindet (Bahnhof Marsberg 249 m ü. NN), dehnt sich das Stadtgebiet zwischen 206 m Höhe im Diemeltal östlich von Westheim und 595 m Höhe am Eisenberg östlich der Diemelseestaumauer aus.

Das Diemeltal von Marsberg bildet eine herrliche Kulisse zum wandern und zum fotografieren.

Marsberg

Marsberg

Marsberg

Marsberg

 

Marsberg

Marsberg

Obermarsberg

Obermarsberg

 

Marsberg

Blick von Obermarsberg (von der sog.“Mördersklippe“) in die Sauerländer Berge

Marsberg

 

 

Marsberg

Rennufer

Marsberg

Marsberg

 

Marsberg

Marsberg

 

Marsberg

 

Marsberg

Der Bilsteinturm ist ein Aussichtsturm in Marsberg. Der Turm liegt 387 m ü. NN und damit 133 m über dem Zentrum von Niedermarsberg an der Westseite des Bilsteins.

Marsberg