CeBIT Innovation Award 2013

Im Rahmen der CeBIT 2013 vergaben das Bundesforschungsministerium und die Deutsche Messe erstmals den CeBIT Innovation Award für herausragende Entwicklungen in den Bereichen Design, Nutzerfreundlichkeit und Mensch-Maschine-Interaktionen. Der CeBIT Innovation Award war mit insgesamt 100.000 Euro dotiert.

Kreative Ideen sollen marktreif werden

Zwischen März und Juni 2012 hatten sich über 70 Forscher/innen und Forschergruppen aus deutschen Forschungseinrichtungen, Universitäten, Fachhochschulen und Unternehmen mit ihren Ideen beworben. Bundesministerin Wanka zeigte sich erfreut über die Qualität der Einreichungen: „Die ausgezeichneten Projekte der jungen Entwickler stellen die Innovationsfähigkeit der deutschen Forschung in der IT unter Beweis. Bei allen Projekten stehen Anwenderinnen und Anwender im Mittelpunkt. Diese kreativen Leistungen verdienen unsere Unterstützung, um den Sprung auf den Markt zu schaffen.“

Ausgezeichnet für ihre außergewöhnlichen Konzepte für größtmögliche Benutzerfreundlichkeit und leichte, intuitive Interaktion werden insgesamt vier Innovatoren.

Preisträger 2013

Die Übergabe des CeBIT Innovation Award 2013 erfolgte am ersten CeBIT-Tag, dem 5. März 2013 auf der CeBIT durch Frau Bundesministerin Prof. Dr. Johanna Wanka.

Auf der CeBIT 2013 präsentierte das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF), eine Reihe von Innovationen aus dem Zukunftsprojekt Industrie 4.0. Die Exponate zeigten einen kleinen Ausschnitt der vom Bundesministerium für Bildung und Forschung geförderten Forschungsprojekte in diesem Bereich.

Neben der FABRIK von MORGEN präsentierten die Preisträger des CeBIT Innovation Award 2013 Ihre prämierten Exponate auf dem Messestand des BMBF in Halle 9, Stand E 50

1. Preis, 50.000 Euro: Display as a Service (DaaS)
Alexander Löffler, Deutsches Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI)

„Mit DaaS werden Bilder mobil.“

Den ersten Platz und 50.000 Euro gewann Alexander Löffler aus Saarbrücken. Sein am Deutschen Zentrum für Künstliche Intelligenz entwickeltes „Display as a Service“ ermöglicht die kabellose Vernetzung von Datenspeichern und Ausgabebildschirmen jeglicher Art – etwa zwischen Handy oder Tablet als Datenquelle und vom kleinen Fernseher bis zur Groß-Leinwand als Anzeigefläche. Die Fach-Jury zeigte sich beeindruckt davon, dass eine einzige Software-Applikation eine aufwändige Hardware-Architektur ersetzen kann.

Quelle und weitere Informationen unter  www.daas.tv

2. Preis, 30.000 Euro: See-Through Phone (STP)
Kooperationsprojekt Dominikus Baur & Sebastian Boring

„Den Makel, den ein Smartphone wegen seines kleinen Bildschirms hat, konnten wir beheben.“

Den mit 30.000 Euro dotierten zweiten Platz erreichte das Kooperationsprojekt von Dominikus Baur & Sebastian Boring, deren Entwicklung „See-Through Phone“ beliebige Inhalte vom Mobiltelefon auf stationäre Bildschirme in der Umgebung übertragen und dort ferngesteuert abspielen kann. Im See-Through-Modus der App kann das Smartphone mithilfe seiner Kamera andere Bildschirme so nutzen, dass sich diese wie angeschlossene Touchscreens steuern lassen. Im Projektionsmodus wiederum können Nutzer ihre gerade laufende Smartphone-Anwendung auf einen Bildschirm in der Nähe werfen und steuern. Die Entwicklung ist für die private Nutzung sowie für die Verwendung in Unternehmen gleichermaßen interessant.

Dr. Dominikus Baur

Smartphone-Anwendung

 

3. Preis, 10.000 Euro: Next Generation Fashion Store
Christian Zagel, Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg

„Es ist quasi eine Umkleidekabine, die mir hilft zu entscheiden, was mir steht.“


Den dritten Preis und 10.000 Euro bekam Christian Zagel aus Nürnberg, der für den „Next Generation Fashion Store“ mit der interaktiven Umkleidekabine und einem kostengünstigen Bodyscanner in wenigen Sekunden Kundinnen und Kunden vermisst. Das einfache Anprobieren mit Hilfe eines maßgenauen virtuellen Abbilds wird damit überall möglich. Der Prototyp besteht aus dem Körperscanner „BodyKinectizer“, der gemeinsam mit Dr. Jochen Süßmuth (Universität Erlangen-Nürnberg) entwickelt wurde, sowie „CyberFIT“, einer interaktiven Umkleidekabine (entwickelt zusammen mit Lukas Malcher) auf Basis einer Kombination aus Sensoren, berührungsempfindlichen Oberflächen und einer Projektionsfläche. Während der BodyKinectizer die richtige Konfektionsgröße des Kunden ermittelt, sorgt CyberFIT für die nötigen Produktinformationen, zeigt weitere Empfehlungen und stellt die Anbindung an soziale Netzwerke her. Das Konzept wird in Kooperation mit der adidas Gruppe weiterentwickelt.

 

 

 

Sonderpreis „young innovator“, 10.000 Euro: Swoozy Matthieu Deru, Universität des Saarlandes

„Am Ende habe ich nicht nur den Film gesehen, sondern kenne auch den Hauptdarsteller.“

Matthieu Deru (Universität des Saarlandes) hat sein Exponat Swoozy quasi im Alleingang entwickelt und erhält dafür den Sonderpreis und 10.000 Euro. Swoozy bietet eine neue Form des interaktiven Fernsehens. Nutzer können mittels einer simplen Handgeste einzelne, interessante Elemente wie z. B. eine Filmfigur oder ein Produkt aus einem laufenden Videostream herausgreifen. Zu dem ausgewählten Element liefert Swoozy mithilfe des semantischen Webs weiterführende Informationen, Shopping-Tipps oder Bilder. Herr Deru hat also ein System entwickelt, das den Spaß am Fernsehen mit Wissensvermittlung verknüpft.

 

 

 

Swoozy von Matthieu Deru

Quelle und weitere Informationen unter   www.swoozy.de

Startschuss für den CeBIT Innovation Award 2014

Benutzerfreundlichkeit – made in Germany. Die Preisträger des diesjährigen Wettbewerbs sind gekürt. Nun startet die Bewerbungsphase für den Ideenwettbwerb des CeBIT Innovation Award 2014.

Junge Forscher und Entwicklerinnen aus dem IT-Bereich sind aufgerufen, ihre  Konzepte und Entwicklungen rund um das Thema Nutzerfreundlichkeit und innovatives Design einzureichen. Den Preis schreibt das Bundesministerium für Bildung und Forschung gemeinsam mit der Deutschen Messe AG aus, um den Forschungsstandort Deutschland zu fördern und mit praktischen Techniklösungen neue Maßstäbe zu setzen.

Benutzerfreundlichkeit – made in Germany

Ziel des CeBIT Innovation Awards ist es, die Entwicklungs- und Gestaltungskompetenz für IT-Systeme zu fördern und das vorhandene Potenzial auszubauen. Mit dem CeBIT Innovation Award werden herausragende und innovative Konzepte für größtmögliche Benutzerfreundlichkeit und leichte, intuitive Interaktion mit IT-Systemen ausgezeichnet. Dabei geht es weniger um die technische Leistung als vielmehr um die gute Einsatzfähigkeit in der Praxis. Den Preis schreibt das Bundesministerium für Bildung und Forschung gemeinsam mit der Deutschen Messe AG aus.

Wer kann teilnehmen?

Am Wettbewerb des CeBIT Innovation Awards können Nachwuchsforscherinnen und -forscher sowie Nachwuchsentwicklerinnen und -entwickler teilnehmen, die an einer Hochschule, Forschungseinrichtung oder in einem Unternehmen arbeiten. Ihr Hochschulabschluss sollte nicht länger als fünf Jahre zurückliegen. Der Wettbewerb richtet sich an Informatikerinnen und Informatiker im Allgemeinen, aber auch an Spezialistinnen und Spezialisten auf den Gebieten Computergrafik, Datenfusion, Design oder Usability Labs.

Teilnahmeberechtigt sind die Urheberinnen und Urheber von Exponaten mit Wohnsitz bzw. mit Sitz des Unternehmens in Deutschland, die über die Rechte am Exponat verfügen und die die Nutzungsrechte einräumen können. Eine Kooperation von Forschenden mit Unternehmen ist ausdrücklich erwünscht.

Von der Teilnahme ausgeschlossen sind Mitglieder der Jury, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Deutschen Messe AG, des Bundesministeriums für Bildung und Forschung und der mit der Durchführung des Wettbewerbs beauftragten Agenturen.

„Wir sind stolz darauf, dass sich schon bei der ersten Auflage des Awards eine Vielzahl kompetenter und kreative Entwickler mit außergewöhnlichen Ideen für neue Interaktionstechniken beworben haben“, sagte Frank Pörschmann, CeBIT-Vorstand bei der Deutschen Messe AG und Mitglied der Fach-Jury. Die Ausschreibung für den CeBIT Innovation Award 2014 beginnt am Dienstag, 5. März 2013. Bewerbungsschluss ist der 30. Juni 2013.

Informationen rund um den CeBIT Innovation Award
finden Sie auf der Website: www.cebitaward.de

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