CeBIT Innovation Award 2017: Für vier Finalisten ist der Usability-Award zum Greifen nah

Pflanzen schneller verstehen, besser Golf spielen, einfacher die Umwelt erforschen, das Smartphone sicherer nutzen? Das ermöglichen die vier anwendungsorientierten IT-Konzepte, die ins Rennen um den mit insgesamt 100.000 Euro dotierten CeBIT Innovation Award 2017 gehen. Eine Fach-Jury hat die Finalisten gekürt; das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) und die Deutsche Messe AG vergeben die Sieger-Trophäe am 19. März 2017 auf der CeBIT.

CeBIT Innovation Award 2017Hannover: Aufgerufen zu dem zweistufigen Wettbewerb unter dem Motto „Ideen finden Anwendung“ waren erneut Entwickler, Programmierer sowie Usability-Experten aus dem Umfeld deutscher Universitäten, Fachhochschulen, Labore und Forschungsinstitute.

Als Ergebnis der Ausschreibung sind erneut mehrere Dutzend hochkarätige Exponate und Konzepte eingegangen, deren besonderer Fokus auf Nutzerfreundlichkeit und intuitiver Bedienbarkeit sowie Relevanz im Alltag liegt. Die Juryvorsitzende Prof. Dr. Gesche Joost, Designforscherin an der Universität der Künste Berlin und Internetbotschafterin der Bundesregierung, zeigte sich beeindruckt von den professionellen Präsentationen: „Der CeBIT Innovation Award ist inzwischen ein fest etablierter Programmpunkt der Start-up- und Entwicklerszene in Deutschland. Die Nachwuchsforscherinnen und Entrepreneure haben uns abermals mit innovativen Zugängen sowie Konzepten für die intuitive und alltagsnahe Bedienbarkeit von IT-Anwendungen überzeugen können.“

Die CeBIT ist auch im Jahr 2017 einer der international wichtigsten Orte, an denen Lösungen für die digitale Welt präsentiert werden, wie Oliver Frese, Vorstand der Deutschen Messe AG und Jurymitglied des Awards, betont: „Mit dem CeBIT Innovation Award bieten wir den jungen kreativen Köpfen der IT-Forschungslandschaft ein einzigartiges Forum zur Präsentation ihrer Ideen. Besucher und Aussteller der CeBIT 2017 können sich auf vier beeindruckende Exponate freuen, welche die Möglichkeiten der Digitalisierung in praxisnahen und benutzerfreundlichen Anwendungen aufzeigen.“

Die Präsentationen zu den folgenden vier in alphabetischer Reihenfolge dargestellten Einreichungen wurden von der siebenköpfigen Jury am Ende der zweiten Auswahlrunde am besten bewertet und stehen als finale Wettbewerbsbeiträge fest:

PEAT – Digitale Lösungen für agrarökologische Probleme

Das Team von PEAT arbeitet daran, die Erkennung von Pflanzenschäden mit Hilfe einer Smartphone-App zu automatisieren und somit Ernteerträge in der Landwirtschaft zu optimieren. Die Fähigkeit, Ursachen für Pflanzenschäden festzustellen und richtig einordnen zu können, ist aktuell weitestgehend eine Expertendomäne. Die algorithmengetriebene Klassifizierung von Pflanzenschäden auf der Grundlage von Bildmaterial soll in Zukunft auf mobilen Endgeräten verschiedensten Nutzergruppen, vom Kleinbauern bis hin zu Agrarrobotern für Großlandwirte, einen Mehrwert bieten. Hierzu nutzt das niedersächsische Entwicklerteam die Fortschritte in der Bilderkennungstechnik durch sogenannte „Deep Neural Networks“ (DNN).

PuttView – Die Augmented-Reality-Revolution für das Golftraining

PuttView ist eine Anwendung, die es Golfspielerinnen und Golfspielern ermöglicht, beim Putten die ideale Linie mit dem tatsächlichen Weg des gespielten Balls vergleichen zu können und unmittelbares Feedback zur Schlagausführung zu erhalten. Eine Indoor-Version (PuttView Indoor) funktioniert mit einer Beamer-Projektion auf die Spielfläche und wurde bereits erfolgreich im Profigolfsport getestet. In einer weiteren Variante (PuttView Outdoor) soll die Anwendung nun unter Nutzung von Augmented-Reality-Brillen auf Golfplätzen unter normalen Umwelt- und Wetterbedingungen zum Einsatz kommen.

senseBox – DIY Citizen Science Toolkit

Mit senseBox werden Bürgerinnen und Bürger zu Forscherinnen und Forschern in eigener Sache. Der mit Sensoren und Minicomputer ausgestattete Technik-Baukasten weckt bei Jung und Alt nicht nur Interesse an MINT-Fächern, am Programmieren, Messen und Auswerten von Umweltdaten, sondern unterstützt unter Rückgriff auf geodatenbasierte Messwerte die Erforschung des unmittelbaren Wohnumfeldes. Dank der Einzelkomponenten senseBox:home, senseBox:edu, openSenseMap und den dazugehörigen Lern- und Lehrmaterialien kommt auch der pädagogische Aspekt, im Schulunterricht oder im privaten Bereich, nicht zu kurz. Mit dem zugrundeliegenden OpenSource-Ansatz ist der Datenbestand der Anwendung, neben den im Baukasten enthaltenen Sensoren, durch Daten verschiedener anderer Messstationen erweiterbar und für unterschiedliche Sensordaten adaptierbar.

SYOD – Secure your own device

Auf Grundlage der sogenannten „Boxify-Technologie“ eröffnet SYOD Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern die Möglichkeit, geschäftliche und private Daten genauso wie Apps, die nur für bestimmte Zwecke Anwendung finden, auf dem eigenen Endgerät sicher zu nutzen. Die nutzerfreundliche Anwendung soll insbesondere in jenen Unternehmen für Datensicherheit und Vertrauen im Geschäftsalltag sorgen, in denen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer auf einem einzigen Gerät sowohl geschäftliche als auch private Kommunikation abwickeln und die Unternehmen nicht auf IT-Experten für ausgeklügelte IT-Sicherheitslösungen zurückgreifen können. SYOD liefert dafür zuverlässige Sicherheit, die einfach beherrschbar ist.

Die Bekanntgabe des ersten Platzes erfolgt am Vorabend der Eröffnung der CeBIT 2017 im Rahmen der CeBIT Welcome Night am 19. März 2017 durch Bundesforschungsministerin Prof. Dr. Johanna Wanka. Am 20. März, dem Eröffnungstag der bis zum 24. März laufenden Messe, schließt sich am Stand des Future Talk (Halle 6, Stand A54) die Auszeichnung aller Preisträger an.

Weitere Informationen und Termine unter: www.cebitaward.de .

Über CeBIT Innovation Award
CeBIT Innovation Award 2017Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) und die Deutsche Messe AG (DMAG) verleihen 2017 zum fünften Mal den CeBIT Innovation Award. Der Wettbewerb ist mit insgesamt 100.000 Euro dotiert. Gesucht werden herausragende Innovationen für größtmögliche Benutzerfreundlichkeit und intuitive Interaktion mit IT-Systemen. Die Exponate der Preisträger werden auf der CeBIT 2017 am Stand des Bundesministeriums für Bildung und Forschung ausgestellt. Zur CeBIT wird auch die Rangfolge der drei Preisträger bekannt gegeben.

Quelle und weitere Informationen rund um den CeBIT Innovation Award finden Sie auf der Website: www.cebitaward.de

Informationen zur CeBIT – The Global Event for Digital Business

CeBIT 2017Die CeBIT in Hannover ist die weltweit wichtigste Veranstaltung für die Digitalisierung in Wirtschaft, Verwaltung und Gesellschaft. Jedes Jahr treffen auf der CeBIT gut 3 000 Unternehmen auf rund 200 000 Teilnehmer. Im Fokus stehen dabei neueste Technologien wie Artificial Intelligence, autonome Systeme, Virtual & Augmented Reality, humanoide Roboter und Drohnen. Die Digitalisierung lässt sich auf der CeBIT in Anwendungsszenarien erleben. Mit dem Topthema der CeBIT 2017 “d!conomy – no limits” rückt die CeBIT die chancenorientierten Möglichkeiten der digitalen Transformation in den Mittelpunkt. Durch ihre Kombination aus Ausstellung, Konferenz und Networking ist die CeBIT Pflichttermin für die gesamte digitale Wirtschaft. Die CeBIT bietet auch der Start-up-Szene eine Heimat: Bei SCALE 11 präsentieren sich mehr als 400 Start-ups. Die CeBIT 2017 wird vom 20. bis 24. März ausgerichtet. Partnerland ist Japan.

Quelle und weitere Informationen unter www.cebit.de.

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