Holland Partnerland der Hannover-Messe 2014

Niederländische Spitzentechnologie auf der Hannover-Messe

Am Sonntag, dem 6. April 2014, eröffneten Bundeskanzlerin Angela Merkel und Ministerpräsident Mark Rutte am Abend gemeinsam die Hannover-Messe, die größte Industriemesse der Welt. Die Niederlande sind in diesem Jahr Partnerland der Messe – eine Ehre, die zuletzt unter anderem China und Russland zuteil wurde. Mit neun Ständen, die niederländische Hightech präsentieren, fast 6.500 Quadratmetern Ausstellungsfläche, 270 teilnehmenden Unternehmen und über 80 Seminaren, Workshops und sonstigen Veranstaltungen zeigte das Partnerland Holland vom 7. bis zum 11. April, was es technologisch zu bieten hat.

Die Entscheidung für die Niederlande als Partnerland kam genau zum richtigen Zeitpunkt: Die Produktion der niederländischen Industrie wächst stärker als die der meisten anderen europäischen Länder (Quelle: Branchenbericht ING, März 2014). Und auch Innovationen aus den Niederlanden sind im Ausland sehr erfolgreich. Wirtschaftsminister Kamp: »Überraschend viele technologische Durchbrüche kommen aus Holland. Wir investieren unser Wissen, unsere Erfahrung und unseren Ehrgeiz in die Lösung gesellschaftlicher Aufgaben in Bereichen wie Gesundheit, Energie und Klimaschutz. In enger Zusammenarbeit mit anderen Ländern realisieren wir unsere Ziele und vermarkten unsere Technologien. So stärken wir unsere Volkswirtschaft und fördern den Wohlstand und die Beschäftigung. Gerade darum ist das globale Podium der Hannover-Messe so wichtig.«

Das Beste aus Holland

Auf der Hannover-Messe waren die Niederlande mit Ständen in 8 Messehallen vertreten. Der Zentralstand, der Holland-Pavillon in Halle 3, zeigte das Beste, was die Niederlande im technologischen Bereich zu bieten haben, von elektrischen Stadtbussen und solarbetriebenen Familienautos bis hin zu Raumfahrt-Highlights und Kleidung mit integrierten Solarzellen. Darüber hinaus präsentierten sich im Holland High-Tech House in Halle 2 unter anderem ASML und die technischen Universitäten der Niederlande. In Halle 4 (Industrial Supply) waren die Niederlande traditionell stark vertreten. Dort stellten auf über 2.000 Quadratmetern an die hundert niederländische Zulieferunternehmen aus. Außerdem gab es niederländische Stände zu den Themen Verbundwerkstoffe (an dem auch ein Hubschrauberheck von Fokker Aerostructures und Verbundwerkstoffe für die Automobilindustrie von TenCate zu sehen waren), industrielle Automatisierung, Smart Cities (hier beteiligten sich Städte wie Amsterdam, Rotterdam und Eindhoven), Energie und Elektromobilität (u. a. mit Stromtankstellen und dem niederländischen People Mover von 2getthere).

Holland e-Mobility House

Öffentlich-private Partnerschaft im Bereich der Elektromobilität

Die niederländische Regierung ist starker Förderer der E-Mobility. Sie rief das Formula E-Team ins Leben, eine öffentlich-private Partnerschaft zur Förderung von Entwicklung und Nutzung von Elektromibilität und deren Potenzial für die Wirtschaft. Eine steigende Anzahl privater Akteure arbeiten heute gemeinsam daran, ihre Fahrzeugfl otte mit Elektrofahrzeugen zu erweitern und zu ersetzen. Darüber hinaus arbeiten nationale und lokale Regierungen an der Entwicklung der notwendigen Infrastruktur für die E-Mobility.

http://www.misteli.nl/holland-emobilityhouse/index.html

 

In Halle 27, Stand E41 zeigte 2getthere im Holland E-Mobility House den People Mover.

http://www.2getthere.eu/

NEVAT

NEVAT war in diesem Jahr das 35. Mal präsent – mit einem außergewöhnlich großen Gemeinschaftsstand von 1250 Quadratmetern in Halle 4.

NEVAT ist eine Branchenvereinigung, der 200 Topzulieferer angeschlossen sind. Im Fokus von Nevat sind drei Tätigekitsfelder: NEVAT organisiert (inter)nationale Netzwerke, Kooperationsbörsen und Messeauftritte. Ziel: Kontakt zu internationalen Kunden und neue Aufträge. NEVAT unterstützt auch beim Aufbau von Produktionsverbünden.

 

Die Niederländer pflanzten auf dem Messegelände in Hannover rund 30.000 Tulpen.

 

Holland Partner Country Pavilion

Global Challenges, Smart Solutions

Das Solar Team Twente zeigte auf der Hannover Messe  „The RED Engine“, das leichteste Solarracing Fahrzeug der Welt.

Drymer

Sportlich wie ein Fahrrad, Bequem wie ein Auto.

Der Drymer ist ein neuer Art zum Transportieren im Stadtverkehr und Jobverkehr.
Alle Drymer-Modelle bieten eine Bequeme, angenehme und aktive Erfahrung.
Mit elektrischer Unterstützung und die ergonomischer Sitz kann der Fahrer mühelos Große Entfernungen reisen. Zugleich gibt es genug Platz für Pakete, Gepäck und Ausrüstung wodurch der Drymer auch für Business-Lösungen einfach zu verwenden ist.
Alle Modelle können nach Ihren eigenen Geschmack personalisiert werden.
Deshalb ist der Drymer auch eine einzigartige Messenger für Zwecke der Werbung.

http://www.drymer.com/

Kurioses Gefährt aus Amsterdam: das Sandwichbike

Sandwichbike

Das Sperrholz-Fahrrad aus dem Pappkarton

Das Sandwichbike ist ein Fahrrad mit Sperrholzrahmen, das im Karton (94 x 70 x 24 cm) geliefert wird und vom zukünftigen Fahrer selbst montiert werden muss, was laut Bauanleitung in 45 Minuten über die Bühne gehen soll. Ausgeheckt wurde der Sperrholzesel vom Designer Basten Leijh of Bleijh, der schon 2006 einen ersten Prototyp gebastelt hat, jetzt hat sich das Fahrrad zum fertigen Produkt gemausert.

Das Sandwichbike kann über die Webseite des Herstellers bestellt werden. Das Fahrrad  kostet 799 Euro und wird in einem Karton komplett unmontiert geliefert.

Ausgezeichnet mit dem iF product design award 2014

Für die Konstruktion des Sandwichbikes hat Basten Leijh das Prinzip „Fahrrad“ völlig neu durchdacht: Statt des üblichen Rahmens aus einem Stück wird dieser aus zwei wetterfest behandelten Sperrholzteilen wie ein belegtes Brot aufeinandergelegt mit speziell entwickelten Zylindern so zusammengeschraubt, dass das Fahrrad einem klassisch verschweißten Rahmen in punkto Stabilität in nichts nachsteht. Man bekommt einen Karton mit allen Bauteilen und dem passenden Werkzeug und kann sich innerhalb kurzer Zeit sein eigenes Fahrrad zusammenbauen.

http://www.sandwichbikes.com/

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Umfangreiches Rahmenprogramm

Neben den Messeständen und den Showcases organisierten die Niederlande ein umfangreiches Rahmenprogramm mit Seminaren, Workshops und anderen Veranstaltungen.

Am Montag eröffneten Bundeskanzlerin Merkel und Ministerpräsident Rutte die Messe mit einer Besichtigung des Holland-Pavillons. Es schloß sich ein Rundgang über das Messegelände an, bei dem auch niederländische Aussteller besucht wurden.

Am Dienstag stand das Thema Energie im Mittelpunkt des Messeprogramms. Der niederländische Wirtschaftsminister Henk Kamp sprach dann unter anderem auf dem Forum Erneuerbare Energie und wohnte einer Demonstration des niederländischen Solarautos Stella bei.

Das Solarfahrzeug Stella ist ein solar betriebenes Straßenfahrzeug der Technischen Hochschule Eindhoven. Der Wagen gewann die World Solar Challenge 2013 in der Cruiserklasse.

Der Mittwoch stand ganz im Zeichen des Themas Innovation. Wirtschaftsminister Kamp nam den Bericht des Forschungsinstituts TNO und der Unternehmerverbände FME und VNO-NCW über Smart Industry entgegen, und der Staatssekretär für Bildung, Kultur und Wissenschaft, Sander Dekker, unterzeichnete eine Vereinbarung mit der niederländischen Kreativwirtschaft. Zuvor fand ein Seminar über die Zusammenarbeit zwischen der deutschen und der niederländischen Technologiebranche und der Kreativwirtschaft statt. Zu den Rednern gehörten unter anderen Daan Roosegaarde und sein deutscher Inspirator Markus Kayser.

Am Donnerstag drehte sich alles um das Thema Humankapital. Staatssekretär Dekker sprach auf dem Seminar »Finding Talent, the Human Capital Challenge«.

Am Freitag standen die Biowissenschaften im Mittelpunkt. Vertreter des Gesundheitswesens sprachen dann über Health Tech Innovation, und sowohl im Holland-Pavillon als auch im Holland High-Tech wurden Innovationen im Gesundheitsbereich präsentiert.

Hannover-Messe

Mit über 5.000 Ausstellern aus rund 65 Ländern ist die Hannover-Messe die größte Industriemesse der Welt. Der Partnerlandauftritt der Niederlande wurde von der Niederländischen Serviceagentur für Unternehmen (RVO.nl) im Auftrag des Staates wie auch der Privatwirtschaft organisiert.

Quelle und weitere Informationen unter www.hannovermesse.de

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