IFOY Award 2014: Nominiert sind …

  • Crown, Jungheinrich, Still and Toyota: Internationale IFOY Jury nominiert elf Stapler, Lagertechnikgeräte, Fahrerlose Transportsysteme und Intralogistiklösungen von vier Herstellern für den IFOY Award 2014
  • Nominierte stellen sich im März eine Woche lang dem IFOY Test
  • NEU: Fraunhofer IML bewertet beim IFOY Innovationscheck erstmals den Innovationswert der nominierten Fahrzeuge
  • Preisverleihung anlässlich der CeMAT-Eröffnung in Hannover

München, 6. Februar  2014.  Die Nominierten für den International Forklift Truck of the Year (IFOY) Award 2014 stehen fest. Die Jury hat im ersten Wahlgang aus allen Bewerbungen elf Fahrzeuge und Lösungen von Crown, Jungheinrich, Still und Toyota für die Endrunde nominiert. Zugelassen für die Bewerbung waren Neuentwicklungen, Weiterentwicklungen oder Sondermodelle mit signifikanten technischen Veränderungen, die seit Dezember 2012 am europäischen Markt eingeführt wurden. „IFOY traut sich nicht jeder. Nur die Besten stellen sich dem harten Auswahlprozess, und nur die Besten der Besten werden nominiert“, sagt Anita Würmser, Vorsitzende der IFOY Jury.
Nominiert bei den Counter Balanced Trucks: Jungheinrich, Still, Toyota
In der Kategorie Counter Balanced Trucks (Gegengewichtsstapler) bis 3,5 Tonnen haben es diesmal nur zwei Trucks in die Runde der Finalisten geschafft. Nominiert ist der neue Dieselstapler Toyota Tonero HST von Toyota Material Handling mit Hydrostatikgetriebe. Er tritt an gegen den neuen Traigo 80 mit 2,5 Tonnen Tragkraft, ebenfalls aus dem Hause Toyota Material Handling. Der Elektrostapler ist das Nachfolgemodell des Toyota 7FBMF16-35 und verfügt über eine Tragkraft von 2,5 Tonnen.

In der Kategorie Counter Balanced Trucks (Gegengewichtsstapler) ab 3,5 Tonnen stehen der neue Elektrostapler EFG S40 mit dem Technologiekonzept „Pure Energy“ und mit einer Tragfähigkeit bis fünf Tonnen von Jungheinrich sowie der ebenfalls neue Still RX 70-50 mit dieselelektrischem Antrieb und fünf Tonnen Tragkraft in der Endrunde.

Warehouse Trucks von Crown, Still und Toyota nominiert
Bei den Warehouse Trucks (Lagertechnikgeräte) sind drei Geräte nominiert: der Crown GPC 3000 Niederhubkommissionierer mit Crown QuickPick® Remote-Fernbedienung. Der Bediener kann ohne auf dem Fahrerstand zu stehen das Fahrzeug per Handschuh auf Knopfdruck vorwärts bewegen und hat dabei beide Hände frei. Mit dem BT Optio OSE200X von Toyota Material Handling hat es ein weiterer Niederhub-Kommissionierer mit automatischer Höhenanpassung und Fernbedienung mit Clip
zum IFOY Test geschafft. Dritter im Bunde ist der Vertikalkommissionierer EK-X des Hamburger Intralogistik-Anbieters Still, der mittels Optispeed-System die Fahrgeschwindigkeit in Abhängigkeit von Hubhöhe und Lastgewicht situationsabhängig steuert und 12 Meter Greifhöhe schafft.

Still und Jungheinrich nominiert bei Fahrerlosen Transportsystemen
In der Kategorie Fahrerlose Transportsysteme sind zwei Geräte nominiert.
Der iGo Easy von Still ist die weltweit erste Systemlösung, die eine komplette Konfiguration, Steuerung und Überwachung per iPad ermöglicht. Es wurde entwickelt für einfache und standardisierte Aufträge, wie beispielsweise die Ver- und Entsorgung einer Produktion. Die nominierte Kombination von iPad und fahrerlosem Geh-Hochhubwagen EGV-S eignet sich auch für Bereiche, in denen der Warentransport bislang nur mit einem manuell geführten Staplern sinnvoll war und liefert damit einen schnellen und unkomplizierten Einstieg in die Welt der Automatisierung. Dabei leitet die iGo Easy-App den Nutzer durch alle Schritte der Automatisierung, so dass eine selbstständige Installation und Anpassung ohne großen Zeitaufwand möglich ist. Dazu wird das Fahrzeug zunächst manuell durch den entsprechenden Lagerbereich bewegt, Stationen werden abgefahren und per Fingertipp auf dem iPad aktiviert. Aus den aufgezeichneten Daten generiert und visualisiert die App den optimalen Fahrkurs und Fahraufträge können anschließend per Fingertipp und WLAN an das Fahrzeug übermittelt und automatisch ausgeführt werden. Ein virtueller Lagerplan und ein Livebild zeigen die Position des Fahrzeugs, wichtige Daten wie Geschwindigkeit, Batterieladung oder Transportaufträge werden grafisch dargestellt. Das System lässt sich zudem nicht nur vom Lager aus steuern, sondern von jedem Ort innerhalb des WLAN Netzes.
Ebenfalls nominiert ist der lasergesteuerte Auto Pallet Mover (APM) von Jungheinrich. Die neueste Generation der Jungheinrich-Fahrerlosen basiert auf den Serienfahrzeugen der Kommissionierer-Baureihe und der Hochhubflurförderzeuge – EKS210a und ERC215a – die in Serienfertigung automatisiert werden. Die Amortisationszeit kann nach Herstellerangaben je nach Anwendungsfall, weniger als 12 Monate betragen. Die APM verfügen über ein umfassendes Personenschutzsystem und eine präzise Lasernavigation. Durch verschiedene Sensoren ist auch ein Einsatz im Mischbetrieb mit manuellen Fahrzeugen und Fußgängern gefahrlos möglich. Der EKS 210a kann durch den Einsatz von freitragenden FEM-Gabeln neben Euro-Palletten auch Sonderladehilfsmittel transportieren. Der ERC 215a kann sich durch seine kompakte Bauweise in schmalen Gassen bewegen und an einzelnen Übergabestellen ein- und ausfahren. Mit einer maximalen Tragkraft von 1,5 Tonnen und einer Hubhöhe von vier Meter können Standardpaletten an verschiedene Quellen und Senken gebracht und gestapelt werden.

Zwei Systemlösungen von Jungheinrich und Toyota im Rennen um die „Intralogistics Solutions 2014“
Bei den intralogistischen Systemlösungen konnten sich Konzepte von Jungheinrich und Toyota für die Endrunde qualifizieren.
Jungheinrich tritt an mit einem Generalunternehmerprojekt für ein Schmalganghochregallager mit über 4.000 Palettenstellplätzen bei der Schweizer Streng Plastic AG an. Die Lösung ließ bei dem Hersteller von Kunststoffrohrleitungssystemen die Fehlerquote bei Ein- und Auslagerungen auf 0% schmelzen und steigerte dabei gleichzeitig die Effizienz des Schmalganglagers durch die Lagernavigation um bis zu 25%. Jungheinrich lieferte das gesamte Regalsystem, die Flurförderzeuge, das Lagerverwaltungssystem Jungheinrich WMS, Datenfunk und begleitende Dienstleistungen über die Projektleitung hinaus. Kernstück der Lösung ist die Schnittstellensoftware „Jungheinrich Logistik-Interface“. Sie ermöglicht es, die Schmalgangfahrzeuge an beliebige Lagerverwaltungssysteme anzubinden und Fahraufträge direkt an die Fahrzeugsteuerung weiterzuleiten beziehungsweise rückzubestätigen, so dass der Staplerfahrer nur noch Gas geben muss.

Toyota schaffte es mit der Implementierung von I_Site, einer Kombination aus Technologie, Informationen, fachlicher Kompetenz und Beratung bei dem internationalen Logistikunternehmen Carreras Group in die Endrunde. Das System unterstützt die Carreras Group dabei, den Einsatz von mittlerweile 300 Staplern an 22 Standorten mit Hilfe eines Web-Portals besser zu überblicken und zu steuern. Pin-Code-Zugang für 1130 Fahrer sowie zahlreiche organisatorische Maßnahmen, wie etwa eine Bewertungsskala für die besten fünf Fahrer sowie andere Anreize für die Mitarbeiter helfen zudem Schäden zu vermeiden und Prozesse zu verbessern. Durch I_Site stieg die Produktivität bei Carreras um 10% und die Betriebskosten der Staplerflotte sanken um rund 60%.

Entscheidung fällt beim IFOY Test im März 2014
CeMAT 2014Wer das Rennen beim IFOY Award 2014 macht, wird maßgeblich von den Ergebnissen des IFOY Tests abhängen, dem sich im März alle nominierten Fahrzeuge eine Woche lang auf dem Gelände der Deutschen Messe AG in Hannover unterziehen müssen. Zusätzlich wird der internationalen Fachjournalisten-Jury in diesem Jahr erstmals der IFOY Innovationscheck als weitere wichtige Entscheidungsgrundlage dienen. Die Innovationsexpertise, die von Spezialisten des Dortmunder Fraunhofer-Institutes für Materialfluss und Logistik (IML) erstellt wird, fokussiert insbesondere auf den Innovationswert jedes Gerätes im Vergleich zu seinen direkten Wettbewerbern.

Bewertet werden beim IFOY Award unter anderem der Innovationswert, Technik, Design, Ergonomie und Handling, Sicherheit, Wirtschaftlichkeit und Nachhaltigkeit. Bei der Intralogistics Solutions zählen insbesondere Neuheitswert und Innovation, Kundennutzen, Nachhaltigkeit und Marktfähigkeit der Lösung.
Gewählt wird der Gewinner jeder Kategorie im März von einer Jury, der international renommierte Fachjournalisten und die führenden Logistikmedien in 13 Ländern Europas angehören.  Vergeben wird der IFOY Award in Kooperation mit der Intralogistik-Weltleitmesse CeMAT anlässlich der CeMAT-Eröffnung am 19. Mai in Hannover.

IFOY Award: Nominierungen 2014
Kategorie: Counter Balanced Trucks (Gegengewichtsstapler) bis 3,5t

  • Tonero HST, Toyota Material Handling (Diesel)
  • Traigo 80, Toyota Material Handling (Elektro)

Kategorie: Counter Balanced Trucks (Gegengewichtsstapler) ab 3,51 t

  • EFG S40, Jungheinrich (Elektro)
  • RX 70-50, Still (Diesel)

Kategorie: Warehouse Trucks (Lagertechnikgeräte)

  • GPC 3000 Niederhubkommissionierer mit Crown QuickPick® Remote-Fernbedienung
  • BT Optio OSE200X Niederhub-Kommissionierer von Toyota Material Handling mit Fernbedienung
  • EK-X Vertikalkommissionierer von Still mit Optispeed-System

Kategorie: Fahrerlose Transportsysteme

  • iGo Easy auf Basis des fahrerlosen Geh-Hochhubwagens EGV-S, Still
  • Auto Pallet Mover (APM) auf Basis der Kommissionierer-Baureihe und der Hochhubflurförderzeuge EKS210a und ERC215a, Jungheinrich

Kategorie: Intralogistics Solutions (Systemlösungen)

  • Jungheinrich: Lagernavigation Logistik-Interface verbindet bei der Schweizer Streng Plastic AG Systemfahrzeuge mit Jungheinrich WMS
  • Toyota: internationales Logistikunternehmen Carreras Group steigert in Spanien und Portugal mit Toyota I_Site die Performance seiner Flurförderzeugflotte

 

IFOY AWARD  WWW.IFOY.ORG
Der International Forklift Truck of the Year IFOY zeichnet die besten Flurförderzeuge und Intralogistiklösungen des Jahres aus. Ziel der Non-Profit-Organisation ist es, die Leistungsfähigkeit und Innovationskraft der Flurförderzeug- und Intralogistikbranche zu dokumentieren sowie zur Wettbewerbsfähigkeit und zur Imageverbesserung der gesamten Intralogistik in der Öffentlichkeit beizutragen. Gewählt wird der IFOY Award jährlich von einer unabhängigen Jury internationaler Fachjournalisten. Bewertungsgrundlage bildet ein neutraler Test. Träger des IFOY Award ist der Fachverband Fördertechnik und Logistiksysteme im VDMA. Verleihungspartner ist die Weltleitmesse CeMAT in Hannover.
Mitglieder der Jury: Martin Althoff, Chefredakteur Logistiek Totaal (Niederlande), Vladimir Antonov, Chefredakteur Sklad i Technika (Warehouse & Equipment), (Russland), Alfons Calders, Redaktionsmanager Industrie Technisch & Management (Belgien/Frankreich), Theo Egberts, IFOY Tester und Inhaber des Buro Andersom/Andersom Testing (Niederlande, ohne Stimmrecht), Günther Hörbst, Chefredakteur Deutsche Logistik-Zeitung (DVZ) (Deutschland), Thilo Jörgl, Chefredakteur LOGISTIK HEUTE (Deutschland), Anders Karlsson, Chefredakteur Transport & Logistik iDag (Schweden), Peter MacLeod, Chefredakteur SHD Magazine (England), Bernd Maienschein, Chefredakteur MM Logistik (Deutschland), Marilena Matei, Redaktionsleiterin Tranzit und Tranzit Logistica (Rumänien), Maurizio Peruzzi, Chefredakteur Il Giornale della Logistica (Italien), Isabel Rodrigo, Chefredakteurin Logística Profesional (Spanien), Hans-Joachim Schlobach, Herausgeber und Chefredakteur BUSINESS+LOGISTIC (Österreich), Sascha Schmel, Geschäftsführer VDMA Fachverband
Fördertechnik und Intralogistik (ohne Stimmrecht), Sebastian Śliwieński, Chefredakteur Warehouse Monitor (Polen), Heres Stad, Chefredakteur Logistiek (Niederlande), Werner Götz, Chefredakteur Beschaffung aktuell (Deutschland). Geschäftsführende Jury-Vorsitzende ist Anita Würmser, Logistikjournalistin und Geschäftsführerin von wuermser.communications. Sitz der IFOY Organisation ist München.

Quelle und weitere Informationen über den IFOY Award 2014 unter: www.ifoy.org

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