Obermarsberg

 

Obermarsberg ist einer von 17 Stadtteilen der Stadt Marsberg. Der Ort befindet sich an der Stelle der frühgeschichtlichen Eresburg. Karl der Große gründete dort ein Kloster, dass als Propstei von Corvey bis 1803 Bestand hatte. Daneben entwickelte sich im 13. Jahrhundert eine Stadt. Gegen Ende des dreißigjährigen Krieges zerstört, wurde sie wieder aufgebaut, erreichte aber nicht mehr die frühere Bedeutung. Seit 1975 ist sie Teil der neuen Stadt Marsberg.

Der Ort liegt auf einem Bergplateau auf etwa 400 m ü. NN. An drei Seiten fällt der Berg steil ab. Nur im Süden erlaubt ein Sattel einen relativ problemlosen Zugang. Das Plateau ist etwa 1 Kilometer lang und einen halben Kilometer breit. Der Platz reichte zum Bau von Häusern und Anbau von Nahrung aus.

 

ObermarsbergObermarsberg

 

Marsberg

Blick von Obermarsberg (von der sog.”Mördersklippe”) in die Sauerländer Berge

Marsberg

Sehenswürdigkeiten

Marsberg

Noch heute sind Überreste der alten Stadtmauer von Obermarsberg zu besichtigen, zu denen  auch der Buttenturm zählt.

Der Name Buttenturm leitet sich von ‚bouten’ ab, was ‚außen’ bedeutet; der Turm war Außenturm der Festung. Außerdem befand sich hier das heute noch zu besichtigende Verlies. Durch seine Lage galt die Eresburg lange als extrem schwer einzunehmen.

Marsberg

Buttenturm

Marsberg

Buttenturm

Marsberg

Marsberg

 

Marsberg

Blick vom Buttenturm auf Marsberg

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Blick vom Buttenturm auf die Stiftskirche St. Petrus und Paulus

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Stiftskirche St. Petrus und Paulus

Die Stiftkirche ist St. Petrus und Paulus geweiht und stammt in ihrer heutigen Form aus der zweiten Hälfte des 13. Jahrhunderts. Die Stiftskirche ist auch heute katholische Pfarrkirche und als Baudenkmal in die Denkmalliste der Stadt Marsberg eingetragen.

Marsberg

Nikolaikirche in Obermarsberg

Die St. Nikolaus-Kirche (auch Nikolaikirche, Nikolaikapelle) ist eine römisch-katholische Kirche in Obermarsberg. Sie ist dem Heiligen Nikolaus geweiht. Erstmals erwähnt wurde sie 1247 und steht heute unter Denkmalschutz.

Die Nikolaikirche aus dem 13. Jahrhundert (erbaut zwischen 1229 und 1247, 1877 erfolgte eine gründliche Renovierung) wird oft als eine der schönsten frühgotischen Kirchen in ganz Westfalen bezeichnet.

Der Kettenbrunnen aus dem Jahr 1563 hat eine Tiefe von 27 Metern und einen Durchmesser von 3,17 m. Bei einer Wasserhöhe von ca 5 Metern sind etwa 20.000 Liter Wasser gespeichert. Der Kettenbrunnen wurde 1995 nach dem histor. Vorbild
nachgebaut. Das Wasser stammt voraussichtlich aus der Gegend des Priesterberges, von dem aus eine undurchlässige Schicht über den Faulschiefer abläuft. Wahrscheinlich steht der Brunnen in direkter Verbindung mit den Obermarsberger Quellen. Der Brunnen wurde 1995 nach alten Unterlagen nachgebaut und durch den Erlös vom ersten Historischen Markt finanziert.

Das Backhaus

„Altes Rathaus“ Das Alte Rathaus von Obermarsberg wurde erstmals in 1377 urkundlich an der heutigen Stelle erwähnt. Wahrscheinlich ist es noch viel älter. Das Alte Rathaus wurde im 30 jährigen Krieg zu 2/3 zerstört- das Ratsarchiv wurde vernichtet. Der bis heute erhaltene Teil des Alten Rathauses wurde 1650 wieder aufgebaut. Bis 1827 wurde das Gebäude als Gerichtshaus genutzt, anschließend diente es als Wohngebäude. Im Jahr 1847 erfolgte dann eine Renovierung. Nach einem Blitzschaden wurde es 1922 vom Landwirt und Bergmann Josef Thiele (Großvater des heutigen Eigentümers Albert Zeitler) gekauft und wieder in Stand gesetzt. Umfangreiche Innenrenovierungen erfolgten 1981 und 1982. Das Gebäude befindet sich seit 1922 in Privatbesitz.

Der Schandpfahl, Pranger Kaak oder auch Kook genannt, steht vor dem alten Rathaus. An ihm wurden hauptsächlich im 16. Jahrhundert Verbrecher, meist für Mundraub, Feldraub, Schlägereien oder Trunksucht schuldig gesprochen, mit Fußfesseln und Halsband gefesselt und so der Öffentlichkeit zur Verspottung und Abschreckung präsentiert. Im Jahr 1972 wurde der Pranger anlässlich der 1200-Jahrfeier von Obermarsberg renoviert. Weitere fachmännische Restaurierungsarbeiten erfolgten 2001 unter Mitwirkung des LWL-Landesdenkmalamt Münster.

Das älteste Bürgerhaus der Stadt Marsberg: Haus Böttcher anno 1589.

 

Nachbau einer mittelalterlichen Bombarde

Der jüdische Friedhof in Obermarsberg wurde zwischen dem 17. und 19. Jahrhundert belegt. Der Friedhof liegt außerhalb der Stadt vor dem Südtor unterhalb des Wasserturms. Die meisten erhaltenen Grabsteine (Mazewot) stammen aus dem 19. Jahrhundert.

Wasserturm

Der Wasserturm erhielt seinen Namen nach seiner zweiten Funktion als Brunnen, durch den die Oberstadt mit Wasser aus dem Tal versorgt wurde. Insgesamt gab es auf der Eresburg 11 wichtige Brunnen und Quellen, die die Trinkwasserversorgung garantierten.

Wasser aus der Glinde wurde durch eine Wasserkunst zunächst in Holzröhren, später Bleirohren über einen Höhenunterschied von 140 Metern in den Wasserturm gepumpt und von hier weiter in den Marktbrunnen geleitet, namentlich zur Tränkung des Viehs und zur Bewässerung der Gärten, da das Quellwasser hierzu nicht ausreichte. Die Wasserkunst wurde bereits im Mittelalter errichtet. 1848 kam sie zum Erliegen, da durch den Bergbau die Glinde verlegt wurde.

Bahnübergang Diemelbrücke an der Lange Ricke.

Diemel

Nepomuk-Statue

Statue auf einem mit der Jahreszahl 1856 bezeichneten Sandsteinsockel Zeugnis der Volksfrömmigkeit.

Kapelle auf dem Kalvarienberg

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