Die Liebig-Tonne neu gedacht

Digital Animal Farming schont Umwelt – Weltleitmesse EuroTier vom 13. bis 16. November 2018 in Hannover zeigt Lösungen

(DLG). Die weltweite Leitmesse für Tierhaltungs-Profis, die EuroTier 2018, geht mit dem Leitthema „Digital Animal Farming – Management. Tiergesundheit. Transparenz.“ an den Start. Eine zunehmend digital vernetzte Welt eröffnet neue Möglichkeiten, um Produktivität und Tiergerechtheit sowie Informations-Management und den nachhaltigen Umgang mit natürlichen Ressourcen erfolgreich zu verbinden.

Kluge Tierhalter wussten es schon immer: Viel Leistung aus dem Grundfutter rechnet sich. Die goldene Regel der Milchviehbetriebe ist zur mittelbaren gesetzlichen Forderung aufgestiegen. Die mit wenig Euphorie begrüßte Düngeverordnung treibt diese Entwicklung.

Input und Output der Nährstoffe müssen in Balance sein. Wer viel aus dem Grundfutter holt, tut sich mit seiner verpflichtend ausgeglichenen Nährstoffbilanz leichter. Genauer betrachtet ist die Düngeverordnung nichts anderes als eine gesetzlich geregelte Kreislaufwirtschaft. Über einzelne qualitative und mengenmäßige Aspekte lässt trefflich streiten. In der Praxis unbestritten ist, dass mit der neuen Regelung für einzelne Betriebe und ganze Regionen nun klar wird, welche Nährstoffströme tatsächlich fließen.

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Energieholz in der Landwirtschaft: Moderne Verbrennungsverfahren und kompakte Anlagenkonzepte steigern die Effizienz

Energieholz boomt. Kein Wunder, denn Landwirte, die Holz anbauen, um es in der eigenen Heizung zu verbrennen, erzielen eine hohe Wertschöpfung – immerhin wächst der Energiegehalt von rund 5.000 Litern Heizöl pro Hektar und Jahr nach. Kommen dann zusätzlich moderne Holzgas-Blockheizkraftwerke zum Einsatz, wird die energetische Verwendung von Hackschnitzeln oder Pellets noch effizienter: durch die Möglichkeit, Strom und Wärme gleichzeitig zu erzeugen. Vom 13. bis zum 16. November 2018 befasst sich die EnergyDecentral mit allen Handlungsfeldern rund um das Thema Energieholz. Die internationale Drehscheibe für innovative Energieversorgung, die gemeinsam mit der EuroTier in Hannover stattfindet, zeigt: Für die Landwirtschaft ist Holz längst ein elementarer Bestandteil im erneuerbaren Energiemix.

(DLG). Der deutsche Markt bewegt so viel Holz wie nie. Der inländische Verbrauch von Holzrohstoffen beträgt derzeit rund 135 Millionen Kubikmeter pro Jahr. Davon wird etwa die Hälfte energetisch genutzt. Ob Pappeln, Weiden, Robinien oder Esche, Erle und Birke: Vieles spricht für den Anbau von Energiehölzern. Auch Betriebe ohne eigenen Wald können ihr Holz selbst produzieren – mit dem Anbau von Kurzumtriebshölzern, die durch ihre Schnellwüchsigkeit und hohen Erträge zunehmend ins Interesse der Landwirtschaft rücken. Das Holz kann vorzugsweise auf Flächen wachsen, die hinsichtlich geographischer Lage und Bodenstruktur für Marktfrüchte und Energiepflanzen problematisch sind.

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Elektromobilität in der Landwirtschaft: Dezentrale Energieerzeugung und innovative Ladeinfrastrukturen sichern die Mobilität

Je geringer die Einspeisevergütung für Strom aus Biogas- oder Photovoltaikanlagen, desto attraktiver ist der Eigenverbrauch. Auf landwirtschaftlichen Betrieben erzeugte Energie soll zukünftig mehr für mobile Landmaschinen genutzt werden. Vom 13. bis 16. November rückt die EnergyDecentral daher Konzepte zur Elektromobilität in den Mittelpunkt. Welche Technologien Landwirte für eine clevere Verbindung von Strom, Ladetechnik und Elektrofahrzeugen benötigen? Die Leitmesse für dezentrale Energieversorgung, die gemeinsam mit der EuroTier in Hannover stattfindet, will hierauf Antworten geben.

(DLG). Nachhaltige Mobilität, die nicht zu Lasten des Klimas geht: Was sich für viele nach einer Zukunftsversion anhört, ist auf dem Hof von Ludger Willeke längst gelebte Praxis – die Vernetzung regenerativ erzeugter Energie mit einer Ladeinfrastruktur für E-Mobilität. Dafür hat der Landwirt aus dem nordrhein-westfälischen Bergkamen sein Blockheizkraftwerk (BHKW) mit einer ORC-Anlage kombiniert. ORC steht für Organic-Rankine-Cycle, und meint nichts anderes als die Abwärme-Nachverstromung. Während der Strom aus der hofeigenen Biogasanlage ins Netz eingespeist wird, fließt die aus der Abwärme erzeugte Energie direkt in eine E-Ladestation. Keine Frage, dass der Landwirt selbst ein Elektroauto fährt – doch er bietet seine Tankstelle auch für das öffentliche Aufladen an.

Die Stromtankstelle auf dem Hof

Das Beispiel von Ludger Willeke zeigt: In vielen Biogasanlagen hierzulande schlummert noch Potenzial. Landwirte, die diesen Trend erkannt haben, arbeiten an der Flexibilisierung ihrer Blockheizkraftwerke – und können so dazu beitragen, in ländlichen Regionen die Dichte der Stromtankstellen zu erhöhen. Elektromobilität in Kombination mit Kraft-Wärme-Kopplung ist stark im Kommen. Dabei handelt es sich im Prinzip um eine Funktion auf dem Bedienfeld der BHKW-Steuerung, die auf Knopfdruck den Vorrang für eine sofortige Stromerzeugung signalisiert. Die Elektrofahrzeugladefunktion bleibt dann zwei Stunden aktiviert. Die in dieser Zeit produzierte Wärme geht nicht ungenutzt verloren, sondern wird einem Pufferspeicher bis zur maximalen Ladung zugeführt.

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Blockheizkraftwerke in der Landwirtschaft: Moderne Magermotoren und Katalysatoren sorgen für niedrige Emissionen

Die Internationale Fachmesse EnergyDecentral 2018 zeigt Lösungen für Neu- und Bestandsanlagen

(DLG). Für Landwirte und Unternehmen im Bereich Lebensmittelerzeugung, die das Ziel verfolgen ihre Gebäude und Stallungen energieautark mit Strom und Wärme zu versorgen, ist Kraft-Wärme-Kopplung eine besonders rationelle Form der Energieerzeugung. Dank der jüngsten Fortschritte in der Antriebstechnik und Abgasnachbehandlung können Blockheizkraftwerke (BHKW), die für den Hofbetrieb oder der Lebensmittelproduktion nötige Energie bereitstellen und gleichzeitig die künftigen Emissionsbegrenzungen sicher einhalten. Im Zentrum der EnergyDecentral, der Internationalen Fachmesse für innovative Energieversorgung, die zusammen mit der EuroTier vom 13. bis zum 16. November 2018 in Hannover stattfindet, stehen daher Motoren und Katalysatorsysteme für Neu- und Bestandsanlagen.

Blockheizkraftwerke gelten als Rückgrat der deutschen Energiewende – und sind nicht zuletzt deswegen auch für Landwirte ein attraktives Energiesparmodell, um neben der Verstromung von Biogas auch die Strom- und Heizkosten zu senken. Moderne Systeme zur Kraft-Wärmekopplung decken heute einen Großteil des Eigenbedarfs im landwirtschaftlichen oder aber lebensmittelerzeugenden Betrieb ab. Neben der Deckung benötigter Prozesswärme liefern sie beispielsweise auch die nötige Wärme für den Abferkelbereich oder treiben Lüftungsanlagen sowie Fütterungsmaschinen an. Doch ein BHKW leistet noch mehr: Mittels einer installierten Absorptionskältemaschine lässt sich die erzeugte Wärme nach dem Verdunstungsprinzip in Kälte umwandeln und so zur Milchkühlung einsetzen.

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Energieversorgung in der Landwirtschaft: Solarspeicher und Elektromobilität sichern die Wirtschaftlichkeit

Technologien für die eigene Stromnutzung im Fokus der Fachmesse EnergyDecentral 2018

(DLG). Sonnenstrahlen sorgen für Einnahmen – zumindest bei Landwirten, die erfolgreich auf erneuerbare Energien setzen. Doch mit der jüngsten EEG-Novelle stellt die Bundesregierung Betriebe, die sich ein zweites Standbein aufbauen wollen, vor neue Herausforderungen: Garantierte Einspeisetarife gibt es nur noch für Solarstrom aus kleinen Photovoltaikanlagen, größere scheiden aus dem Fördersystem aus. Der Paradigmenwechsel wirft viele Fragen auf. Antworten liefert die EnergyDecentral – die Internationale Fachmesse für innovative Energieversorgung, die zusammen mit der EuroTier vom 13. bis zum 16. November 2018 in Hannover stattfindet. Im Mittelpunkt stehen dabei Technologien, mit denen sich der eigene Strom nutzen lässt.

Wie viel eine schlüsselfertig installierte Photovoltaikanlage kosten darf, hängt von zwei Faktoren ab: Dem Stromertrag und der Rendite – und was Letztere betrifft, ändert sich die Wirtschaftlichkeit von Solaranlagen gerade grundlegend. Das Anfang 2017 in Kraft getretene novellierte Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) beschränkt die staatlich festgesetzten Einspeisevergütungen auf Photovoltaikanlagen unter 750 Kilowatt Peak. Für alle anderen Anlagen – gleich ob auf Wohngebäuden, Nichtwohngebäuden oder Freiflächen – wird die fixe Vergütung von einem Ausschreibungsverfahren abgelöst. Da pro Kilowatt Peak durchschnittlich zehn Quadratmeter Fläche benötigt werden, dürfte ein Großteil der Aufdachanlagen landwirtschaftlich genutzter Gebäude nicht betroffen sein. Viele kleine und mittlere landwirtschaftliche Betriebe müssen sich über die Novelle also kaum Sorgen machen. Für sie gilt weiterhin das bekannte EEG mit einer Vergütung über 20 Jahre.

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