Verleihung des CeBIT Innovation Award 2015

Bundesforschungsministerin Wanka zeichnet nutzerfreundliche IT-Anwendungen mit dem CeBIT Innovation Award 2015 aus


CeBIT_Innovation_Award_2015_300X250pxBERLIN/HANNOVER.
– Das Bundesministerium für Bildung und Forschung und die Deutsche Messe AG zeichnen bereits zum dritten Mal junge, exzellente Köpfe der deutschen IT-Nachwuchsforschung aus. Der CeBIT Innovation Award wird in diesem Jahr an drei herausragende Entwicklungen in den Bereichen Datensicherheit, Nutzerfreundlichkeit und digitaler Geschäftsverkehr verliehen. Die Auszeichnungen sind mit insgesamt 100.000 Euro dotiert.Die Exponate der Preisträger wurden auf der CeBIT 2015 (16. bis 20. März) am Stand des Bundesministeriums für Bildung und Forschung ausgestellt (Halle 9. Stand D40). Am Abend des 15. März 2015, dem feierlichen Eröffnungsabend, überreichte Prof. Dr. Johanna Wanka, Bundesministerin für Bildung und Forschung, die Preise an die drei Erstplatzierten, FOVEA, M und digisign.

Messestand des Bundesministeriums für Bildung und Forschung in Halle 9

1. Platz: FOVEA – die App zur fotooptischen Holzvermessung mit dem Smartphone

Den ersten Platz und 50.000 Euro gewinnen die Entwickler der App FOVEA, eine Anwendung zur fotooptischen Holzberechnung. Mit der neuen App können Förster und Beschäftigte in der Holzindustrie alle Stämme, die auf einem sogenannten Holzpolter gestapelt sind, fotooptisch schnell und einfach mit dem Smartphone berechnen.


1,2 Milliarden Holzstämme werden jährlich in deutschen Wäldern gesammelt und mit drei Millionen Transporten in die Fabriken der Holzindustrie gefahren. Der Preis für einen einzelnen Stamm Industrieholz ist in den letzten fünf Jahren von 60 Euro auf bis zu 100 Euro gestiegen. Entscheidend für den Preis sind Qualität und Maße des Holzes. Wie lang und wie breit sind die Stämme? Auf dem Weg aus dem Wald bis zum Sägewerk wird heute manuell bis zu fünfmal gemessen und gezählt. Mit der neuen FOVEA-App können Förster und Beschäftigte in der Holzindustrie alle Stämme, die auf einem sogenannten Holzpolter gestapelt sind, fotooptisch schnell und einfach mit dem Smartphone berechnen.

Die FOVEA-App erstellt aus mehreren Einzelfotos ein Panoramabild, aus dem die Nutzer alle erforderlichen Ergebnisse für die Holzvermessung ablesen können. Anstelle der heute manuellen Messung bietet FOVEA ein gültiges, günstiges und schnelles Holzvermessungs-verfahren, welches das Verkaufsmaß bereits im Wald, am Anfang der Holzlieferkette, ermittelt. Die Nutzer der FOVEA-App können alle Messdaten in wenigen Sekunden ermitteln. Sie sparen dadurch bis zu 95 Prozent ihrer Zeit: Was ohne die App eine Stunde dauert, ist mit ihr nach drei Minuten erledigt.
Die Bedienung der FOVEA-App ist dabei so simpel wie nur möglich: Ein paar Fotos mit dem Smartphone, wenige Klicks zur Angabe der Holzsorte, eine Prüfung, ob alle Daten korrekt sind – und das Ergebnis liegt vor. Auch in diesem eher ungewöhnlichen Anwendungsgebiet zeigt sich, dass die konsequente Nutzerfreundlichkeit den entscheidenden Innovationsschritt darstellt. Die FOVEA-Gründer sind überzeugt, bis 2018 einen Großteil des weltweiten Holzeinschlags vermessen zu können.

Fabian Schweiger von der FOVEA GmbH


Der Förster und Informatiker Manfred Ide gründete FOVEA zusammen mit dem Softwareentwickler Christopher Herbon und der Interface Designerin Nadine Weiberg – alle drei Absolventen der Hochschule für Angewandte Wissenschaft und Kunst
Hildesheim/Holzminden/Göttingen.
Sie haben 2013 mit der Entwicklung der App begonnen und sie nun zur Marktreife gebracht.
Weitere Informationen: www.fovea.eu

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ROBOCHOP by Clemens Weisshaar and Reed Kram commissioned by GFT for CODE n 15

ROBOCHOP by Clemens Weisshaar and Reed Kram commissioned by GFT for CODE_n 15

• Interaktive robotische Installation lässt Internetnutzer aus aller Welt die Kontrolle über eine Industrieanlage übernehmen.
• Die maßgefertigten Entwürfe werden von der Roboteranlage produziert und im Anschluß kostenfrei an die Entwerfer versendet.
• Als Vorbote des Internets der Dinge lässt die Installation jedermann direkt auf industrielle Fertigungsanlagen zugreifen.

Mit ROBOCHOP beschäftigen sich die Designer Clemens Weisshaar und Reed Kram nun zum zweiten Mal mit Robotik. Bereits 2010 ließ die preisgekrönte Installation OUTRACE auf dem Londoner Trafalgar Square während des London Design Festivals Internetnutzer Botschaften in den Himmel schreiben.

Vom 16. bis zum 20. März 2015 produzierten vier Roboter in Hannover nun physiche Objekte – entworfen von Internetnutzern, die mittels einer von den Designern programmierten App auf die ROBOCHOP Installation zugreifen konnten.

Die Installation wurde anlässlich des vierten CODE_n Innovationswettbewerbs von der GFT Technologies AG in Auftrag gegeben – CODE_n steht in diesem Jahr im Zeichen des Internet der Dinge und ROBOCHOP demonstriert eindrücklich die enge Verzahnung der physischen Welt mit virtuellen Systemen.

Mittels einer koaxial gekühlten Heißdrahtschneideeinheit formte der Roboter einen 40 x 40 x 40 cm Hartschaumwürfel gemäß der Vorgaben des Entwerfers. Lediglich die Abmessungen des Rohlings limitieren dabei die Freiheit des Gestalters – die ROBOCHOP App war dabei prozeßstiftendes Mittel – sie liefert die Intelligenz um die Anweisungen, die der Nutzer auf Smartphone oder Tablet zeichnet unmittelbar auf dem Endgerät zu übersetzen und nach Hannover an die Installation zu senden.

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