HANNOVER MESSE 2020: Automatisch, digital und energieeffizient

Die Detmolder Weidmüller Gruppe begreift sich als Partner der Industrie. Ihr Tochterunternehmen GTI Software wird auf der HANNOVER MESSE 2020 ihr Energiemanagement-Portfolio präsentieren.

Hannover. Die Klimakonferenz in Madrid war für viele eine herbe Enttäuschung. Aber zumindest die deutsche Politik hat noch im Dezember 2019 ihr Klimapaket geschnürt. Dabei wurde der CO2-Preis, so der Kompromiss, wesentlich höher angesetzt als ursprünglich angedacht. Damit wurde ein ordnungsrechtlicher Rahmen gesetzt, in dem der ökonomische Anreiz, in klimaneutrale Techniken zu investieren, deutlich steigen wird. Davon werden vor allem Unternehmen profitieren, die sich mit dem Thema Energiemanagement beschäftigen, ob für die Industrie, für Kommunen oder im Gebäudebereich.

„Diese Entscheidung wird die Nachfrage nach Energiemanagement-Systemen deutlich steigern, weil damit viel Energie und damit auch CO2 eingespart werden kann“, sagt Achim Schreck, Geschäftsführer der Weidmüller GTI Software, der für die gesamte Branche viel Arbeit vor sich liegen sieht. Welches Wissen, welche Software und welche Systeme dafür schon bereitstehen, wird Weidmüller im nächsten Frühjahr dem deutschen und internationalen Publikum auf der HANNOVER MESSE in Halle 12 demonstrieren. Schreck, der die GTI Software gründete und sie Mitte 2018 mit in die Weidmüller Gruppe einbrachte, sieht vor allem in den Reihen der energieintensiven Industrie eine Optimierung der Prozesse sowie des Lastmanagements als die treibenden Motive, mehr als bisher in Energiemanagement-Lösungen zu investieren. Damit sich am Ende die Investitionen für die Industrieunternehmen aber auch lohnen, braucht es eine ausgeklügelte, sensible Datenerfassung und Transparenz aller Einflussfaktoren in der Produktion. Dies bezieht nicht nur die energetische Seite mit ein, sondern auch die Materialien, die in der Herstellung verwendet werden. Erst wenn alle Daten automatisiert erfasst sind, der Betrieb folglich „vernetzt“ist, kommt das GTI Softwareprodukt ResMa zum Einsatz, das nach ISO 50001 zertifiziert ist. Ein Produkt, das sich neben dem deutschen Markt auch in Spanien und in osteuropäischen Ländern reger Nachfrage erfreut.

Die Software bietet einen vollständigen Überblick über einzelne Prozessabschnitte und lässt eine präzise Analyse aller Vorgänge zu. „Uns ist es bei der Entwicklung sehr wichtig gewesen, dass diese Software für jeden Anwender leicht handzuhaben ist“, unterstreicht Schreck. „Sie muss in bestehende Weboberflächen integrierbar sein und sie muss auch individuelle Anforderungen berücksichtigen können.“Im immer komplexer werdenden industriellen Umfeld sei dies der Anspruch mehr denn je, so Schreck weiter. „Denn nur auf diese Weise bekommen wir die Effizienz in den Firmen auch wirklich gesteigert.“So geben grafisch gut aufbereitete Übersichten über einzelne Verbräuche schnell Ansatzpunkte für konkrete Einsparpotenziale, die per PDCA-Zyklus dokumentiert und im Ergebnis überprüft werden. Für die detaillierte Analyse helfen die interaktiv anpassbaren Charts, die für jede Situation die optimale Darstellung von Zusammenhängen ermöglichen.

Damit die klimaneutrale Fabrik Wirklichkeit wird, braucht es aus der Sicht von Schreck eine weiter voranschreitende Digitalisierung, sprich datentechnische Vernetzung aller Aggregate, Turbinen und Maschinen, um effizient steuernd eingreifen zu können. Einhergehend wird sich der Automatisierungsgrad in der Produktion noch weiter steigern. Dabei kommunizieren Maschinen nicht nur mit Maschinen auf immer gleichem Niveau, sondern können im Wechselspiel mit der eingesetzten Software immer weiter optimiert werden. Schreck gibt ein Beispiel: Bei guter Datenlage sind zukünftig bei allen am Produktionsprozess beteiligten Maschinen Muster erkennbar; wenn diese nun vom Normalzustand abweichen, dann kann schon im Voraus, bevor es zu einem Störfall oder zu einem überhöhten Energiebedarf kommt, gegengesteuert werden. Dies ist der Einstieg in die Künstliche Intelligenz (KI), wie sie Weidmüller mit seiner Business Unit Industrial Analytics vorantreibt. Interessant ist dabei, dass Automatisierung, Digitalisierung und Energiemanagement auf verschiedenen Ebenen zusammenwachsen und ganz neue Perspektiven einer hocheffizienten und womöglich irgendwann auch mal klimaneutralen Produktion bieten.

Trotz dieser guten Perspektiven gibt Schreck zu Bedenken, dass es auch Gefahren gibt, beispielsweise im Bereich Datensicherheit. „Da muss rechtzeitig Vorsorge getroffen werden“, weiß Schreck und fügt hinzu: „Die Digitalisierung ersetzt letztlich nicht die Menschen, die miteinander reden müssen, um Lösungen zu finden.“Indirekt auch eine Einladung, um nach Hannover zu kommen. Dort informieren Aussteller im Bereich Digital Energy über Digitalisierungsstrategien für Energieversorger, Stadtwerke und Netzbetreiber.

HANNOVER MESSE Home of Industrial Pioneers

Die HANNOVER MESSE ist die Weltleitmesse der Industrie. Mit dem Leitthema Industrial Transformation beleuchtet sie alle aktuellen Themen der Industrie, darunter Industrie 4.0, künstliche Intelligenz, 5G oder Smart Logistics. Die Ausstellungsbereiche sind: Future Hub, Automation, Motion & Drives, Digital Ecosystems, Energy Solutions, Logistics und Engineered Parts & Solutions. Mehr als 80 Konferenzen und Foren runden das Programm ab. Die nächste Ausgabe wird vom 20. bis zum 24. April 2020 in Hannover ausgerichtet. Indonesien ist das Partnerland der HANNOVER MESSE 2020.

Deutsche Messe AG

Die Deutsche Messe AG ist ein weltweit führender Veranstalter von Investitionsgütermessen im In- und Ausland. Mit einem Umsatz von 310 Millionen Euro im Jahr 2018 zählt sie zu den fünf größten deutschen Messegesellschaften. Zum unternehmenseigenen Eventportfolio gehören internationale Leitmessen wie die didacta (Bildung), die DOMOTEX (Teppiche und Bodenbeläge), die HANNOVER MESSE (industrielle Technologien), die INTERSCHUTZ (Feuerwehr, Rettungswesen, Bevölkerungsschutz und Sicherheit), die LABVOLUTION (Labortechnik) und die LIGNA (Werkzeuge, Maschinen und Anlagen zur Holzbe- und -verarbeitung). Weitere Fachmessen organisiert die Deutsche Messe zudem an anderen Standorten in Deutschland, etwa die parts2clean (Teilereinigung) oder die SurfaceTechnology (Oberflächentechnik). Darüber hinaus ist das Messegelände regelmäßig Schauplatz von Gastveranstaltungen, die Leitmessen ihrer Branchen sind: AGRITECHNICA (DLG; Agrartechnik) und EuroTier (DLG; Nutztierhaltung), EMO (VDW; Werkzeugmaschinen), EuroBLECH (Mack Brooks; Blechbearbeitung) und IAA Nutzfahrzeuge (VDA; Transport, Logistik, Mobilität). Zum Portfolio der Deutschen Messe gehören ebenfalls Veranstaltungen in Australien, China, Indonesien, Italien, Kanada, Mexiko, Russland, Singapur, Thailand, der Türkei und den USA. Dazu zählen Messen aus den Bereichen Automotive, ICT & Digital Business, Manufacturing & Processing Industries, Energy & Logistics sowie Metal Processing. Mit mehr als 1 200 Beschäftigten und 56 Sales Partnern ist die Deutsche Messe in rund 100 Ländern präsent.

Quelle und weitere Informationen unter www.hannovermesse.de

Veranstalter

Deutsche Messe AG
Messegelände
D-30521 Hannover
Internet: www.messe.de
E-Mail: info@messe.de
Tel.: +49(0)511/89-0

Messedauer: Montag, 20. April, bis Freitag, 24. April 2020
Öffnungszeiten: von 9.00 bis 18.00 Uhr

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